Apache Libcloud 1.0 wurde am 22. Juni 2016 veröffentlicht. Die Python-Bibliothek stellt eine einheitliche Programmierschnittstelle für verschiedene Cloud-, Speicher-, DNS- und Loadbalancer-Dienste bereit. Mit der neuen Hauptversion kamen Treibertypen für Container-as-a-Service und Backup-as-a-Service hinzu.
Für technische Teams ist die Abstraktion vor allem dann interessant, wenn Infrastruktur nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden bleiben soll. Libcloud 1.0 ergänzt unter anderem Treiber für Aliyun, Outscale und weitere DNS- und Speicherdienste. Die offizielle Dokumentation zu Apache Libcloud beschreibt die verfügbaren Module und ihre Anbindung an die jeweiligen APIs.
Einheitlicher Zugriff auf mehrere Cloud-Dienste
Die Version unterstützt außerdem die Anmeldung an Keystone- und OpenStack-Clouds mit OpenID-Connect-Token. Beim Amazon-EC2-Treiber wurden die regionalen Einzeltreiber zusammengeführt. Die Region wird nun als Argument beim Erzeugen des Treibers übergeben. Damit ändert sich auch der bisherige Aufruf in bestehenden Projekten.
Die Änderungen sind für Spiele- und Softwareteams vor allem im Umfeld von Build-, Test- und Deployment-Infrastruktur nutzbar. Eine Bibliothek, die unterschiedliche Cloud-Schnittstellen über gemeinsame Klassen anspricht, kann solche Abläufe vereinheitlichen. Sie ersetzt keine Tests und keine Zugangskontrollen. In eine ähnliche Werkzeugkette für technische Projekte gehört ShellCheck, das Fehler in Automatisierungsskripten vor dem Einsatz findet.
