Google hat auf der Google I/O 2018 das Android App Bundle als neues Veröffentlichungsformat für Android vorgestellt. In Verbindung mit Google Play Dynamic Delivery soll ein Spiel oder eine App nur den Code und die Ressourcen laden, die zur jeweiligen Gerätekonfiguration passen.
Entwickler bündeln dafür den vollständigen Code und die Ressourcen ihres Projekts in einem App Bundle. Die Erstellung und Signierung der passenden APK-Dateien übernimmt anschließend Google Play. Für Nutzer sinkt dadurch die Größe des ersten Downloads, während verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessorarchitekturen und Sprachen weiterhin aus einem gemeinsamen Projekt bedient werden können.
Dynamische Module für Spiele und Apps
Das Format unterstützt außerdem dynamische Feature-Module. Solche Bestandteile lassen sich nach Googles Modell erst bei Bedarf nachladen, statt sie bereits bei der Installation auf das Gerät zu übertragen. Für umfangreiche Spiele kann das etwa zusätzliche Inhalte oder optionale Funktionen betreffen, die nicht jeder Nutzer direkt benötigt.
Google verband die Ankündigung zugleich mit Google Play Instant. Alle Entwickler von Spielen sollten Instant Apps erstellen können. Für Unity stellte Google ein Plugin bereit, eine Beta-Integration für Cocos Creator folgte ebenfalls.
Ein Paket für unterschiedliche Geräte
Das Android App Bundle ersetzt dabei nicht die Inhalte eines Projekts, sondern verschiebt die Aufteilung der Auslieferung in Google Play. Entwicklungs- und Build-Prozesse können weiterhin auf einem gemeinsamen Projekt basieren, während der Store die benötigten Varianten für einzelne Geräte zusammenstellt. Damit richtet sich das Format sowohl an allgemeine App-Entwicklung als auch an mobile Spiele mit umfangreichen Ressourcen.

