AMD hat am 2. Oktober 2017 kostenlose NVMe-RAID-Unterstützung für Threadripper und X399 als Beta veröffentlicht. Unterstützt werden RAID 0, 1 und 10 unter Windows 10 x64, Build 1703.
Die SSDs nutzen PCIe-Lanes direkt vom Prozessor. Laut AMD benötigen sie keine besonderen Aktivierungsschlüssel oder festgelegten SSD-Modelle. Ein passendes Mainboard-BIOS und die RAIDXpert2-Treiber sind erforderlich; die BIOS-Verfügbarkeit hängt vom Hersteller ab.
Bestehende SATA-RAIDs benötigen besondere Vorbereitung
Die damalige AMD-Dokumentation schließt ein direktes Treiber- oder BIOS-Upgrade bestehender SATA-RAIDs aus. Vor dem Wechsel sind Datensicherung und Auflösung des bisherigen Verbunds erforderlich. Bei einer bootfähigen SATA-RAID-Konfiguration nennt AMD eine Neuinstallation von Windows als Voraussetzung.
Der BIOS-Support allein verspricht keine höheren Spiele-Bildraten. Die Neuerung betrifft die Speicheranbindung und ist von separaten Firmware-Änderungen für Ryzen auf AM4 zu unterscheiden.
Die Threadripper-Plattform mit X399 hatte AMD bereits auf der Computex 2017 vorgestellt. Die RAID-Beta ergänzt deren Speichermöglichkeiten.

