AMD hat am 8. August 2016 den Verkaufsstart der Radeon RX 460 ab einem empfohlenen US-Preis von 109 Dollar angekündigt. Der Hersteller positioniert die Polaris-Grafikkarte für E-Sport-Spiele in 1080p und Internetcafés. Sie ergänzt die wenige Tage zuvor gestartete Radeon RX 470 im günstigeren Preisbereich. Aus dem Dollarpreis lässt sich kein verbindlicher deutscher Ladenpreis ableiten.
Bis zu 14 Compute Units und zwei Speichervarianten
AMD nennt bis zu 14 Compute Units, 2 oder 4 Gigabyte GDDR5 und 2,2 Teraflops Rechenleistung. Die typische Board-Leistung liegt laut Mitteilung unter 75 Watt. Dieser Wert betrifft die Grafikkarte, nicht den Stromverbrauch des gesamten Rechners. Die Polaris-Architektur nutzt einen 14-nm-FinFET-Fertigungsprozess.
DirectX 12 und Vulkan gehören zu den unterstützten Grafik-APIs. Die Display-Engine ist für HDR-Inhalte ausgelegt. Dafür müssen allerdings auch Display, Treiber und Anwendung geeignet sein. Ein HDR-fähiger Grafikchip allein garantiert keine entsprechende Bildausgabe. Bei Funktionen wie dem Abschalten der Lüfter verweist AMD ausdrücklich auf mögliche Unterschiede zwischen Partnerkarten.
Ausstattung ersetzt keine Leistungsmessung
Die Einordnung als E-Sport-Grafikkarte ist eine Herstellerpositionierung, kein unabhängiges Testergebnis. Rechenleistung, Speicherausbau und Leistungsaufnahme beschreiben unterschiedliche Eigenschaften; keine dieser Zahlen legt allein die Bildrate eines Spiels fest. Für Entwickler- und QA-Testrechner bleibt deshalb die konkrete Kartenvariante zusammen mit Treiber, Auflösung und Qualitätsstufe entscheidend. Ebenso ist die größere Speichervariante nicht automatisch in jeder Anwendung schneller.

