AMD stellte am 1. Juni 2017 die Radeon Pro WX 2100 und WX 3100 für Einsteiger-Workstations vor. Beide Polaris-Karten besitzen acht Compute Units mit 512 Stream-Prozessoren. Die angekündigte Spitzenleistung beträgt jeweils 1,25 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit. Das ist ein theoretischer Rechenwert, kein gemessener Spiele-Benchmark.
Mehr Speicher und Bandbreite bei der WX 3100
Der Unterschied liegt vor allem im Speicher: Die WX 2100 erhält 2 GB GDDR5 an einem 64-Bit-Interface, die WX 3100 4 GB an einem 128-Bit-Interface. AMDs technische Daten zur WX 2100 und zur WX 3100 dokumentieren außerdem die Speicherbandbreite und Board-Leistung.
| Merkmal | WX 2100 | WX 3100 |
|---|---|---|
| Stream-Prozessoren | 512 | 512 |
| GDDR5-Speicher | 2 GB | 4 GB |
| Speicherinterface | 64 Bit | 128 Bit |
| Speicherbandbreite | 48 GB/s | 96 GB/s |
| Board-Leistung laut AMD | 35 Watt | 50 Watt |
Beide Modelle sind Single-Slot-Karten mit halber Bauhöhe. Je ein DisplayPort und zwei Mini-DisplayPorts stehen als native Ausgänge bereit. Eine 10-Bit-Farbausgabe ist vorgesehen. Für einen kompakten Produktionsrechner sind Gehäuseformat und Display-Anschlüsse damit eigene Auswahlkriterien, unabhängig von der höchstmöglichen Spieleleistung.
Anwendungsoptimierung ist kein allgemeiner Leistungsnachweis
AMD richtet die Karten an professionelle Design- und Produktionsanwendungen und nennt Zertifizierungen, Treiberpflege sowie Support als Bestandteile des Angebots. Die Vergleiche mit Nvidia-Karten im damaligen Herstellerbeitrag beziehen sich auf ausgewählte Design-Benchmarks. Daraus lässt sich kein gleicher Vorteil in jeder Engine, jeder Render-Aufgabe oder jedem Spiel ableiten.
Schon 2016 hatte AMD die Radeon-Pro-Workstationfamilie mit Polaris-Karten vorgestellt. Die WX 2100 und WX 3100 ergänzen diese Produktlinie um kleinere Modelle. Die GPU mit integriertem SSD-Speicher aus der früheren Ankündigung ist dagegen ein anderes Konzept, keine Eigenschaft dieser beiden Karten.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Vorstellung vom Juni 2017. Heutige Treiberdownloads auf den verlinkten Produktseiten sind keine damaligen Versionszusagen. Das Bild stammt aus AMDs ursprünglichem Ankündigungsbeitrag.

