AMD hat am 21. Oktober 2015 die Embedded-R-Serie Merlin Falcon vorgestellt. Die Systems-on-a-Chip kombinieren Excavator-CPU-Kerne mit Radeon-Grafik der dritten GCN-Generation. Als Einsatzfelder nennt AMD unter anderem Spielautomaten, digitale Anzeigesysteme und medizinische Bildgebung.
Der Speichercontroller unterstützt zwei Kanäle mit DDR4-2400 oder DDR3-2133 sowie ECC-Fehlerkorrektur. Die integrierte Grafik bietet je nach Modell bis zu acht Compute Units und unterstützt DirectX 12. Hinzu kommt hardwarebeschleunigtes HEVC-Decoding für 4K-Videos. Das betrifft die Videowiedergabe und ist keine Zusage für eine bestimmte Spieleleistung.
Kompakte Plattform mit langfristiger Versorgung
AMD nennt eine konfigurierbare TDP von 12 bis 35 Watt. PCIe 3.0, USB 3.0, SATA 3 und weitere Schnittstellen gehören zur Plattform. Für Hersteller von Automaten ist außerdem die angekündigte Lieferverfügbarkeit von zehn Jahren relevant. Unterstützt werden mehrere Windows-Ausgaben sowie ein offener Linux-Treiber und Mentor Embedded Linux.
Während AMD mit LiquidVR Werkzeuge für VR-Entwickler bereitstellt, richtet sich Merlin Falcon an die Gerätehersteller. Im Vordergrund stehen integrierte Grafik, kompakte Platinen und eine auf länger laufende Produktserien ausgelegte Versorgung.

