AMD stellte am 27. September 2016 die Embedded-Radeon-Grafikprozessoren E9260 und E9550 vor. Beide Karten basieren auf der Polaris-Architektur und sind für eingebettete Systeme mit hohen Anforderungen an 4K-Grafik, Videobeschleunigung und parallele Rechenlasten ausgelegt. Als Einsatzbereiche nennt AMD unter anderem Casino-Gaming, Digital Signage, medizinische Bildgebung und interaktive Anzeigen.
Die E9550 erreicht laut AMD bis zu 5,8 TFLOPS bei einer Board-Leistungsaufnahme von weniger als 95 Watt. Die GPU kann bis zu sechs Displays mit 4K-Auflösung ansteuern und bringt 8 GByte GDDR5-Speicher über ein 256-Bit-Interface mit. Die E9260 ist mit bis zu 2,5 TFLOPS und weniger als 50 Watt sparsamer ausgelegt. Sie verfügt über 4 GByte GDDR5-Speicher und unterstützt bis zu fünf Displays.
Polaris für interaktive Systeme
Beide Modelle unterstützen 4K- und 3D-Ausgabe sowie die Hardwarebeschleunigung für H.264 und H.265. AMD nennt außerdem Vulkan und DirectX 12 als unterstützte Grafik- und Compute-Schnittstellen. Die Vulkan-Schnittstelle war damit auch für Anwendungen interessant, die mehrere Plattformen bedienen oder grafikintensive Szenen mit geringerem CPU-Aufwand ausführen.
Die E9260 war als MXM-Modul und als PCI-Express-Karte vorgesehen und sollte fünf Jahre lang verfügbar bleiben. Die E9550 kam als kompaktes MXM-Modul mit einer geplanten Verfügbarkeit von drei Jahren. AMD kündigte die E9260 für Oktober 2016 und die E9550 für Ende 2016 an.
