AMD-Chefin Lisa Su bestätigt Arbeit an Next-Gen-Xbox-Prozessor für 2027

AMD-CEO Lisa Su hat in der Analystenkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen des Unternehmens ungewöhnlich offen über ein laufendes Kundenprojekt gesprochen: „Die Entwicklung von Microsofts Next-Gen-Xbox mit einem Semi-Custom-Prozessor von AMD schreitet gut voran, um eine Veröffentlichung im Jahr 2027 zu unterstützen“, sagte Su laut Mitschrift der Konferenz. Damit bestätigt sie erstmals offiziell von AMD-Seite, dass ein neuer Xbox-Chip in Arbeit ist, nachdem zuvor bereits Insider-Gerüchte auf 2027 als möglichen Starttermin hindeuteten.

Die frühe Offenheit gilt als ungewöhnlich, da Designpartner wie AMD ihren Kunden bei solchen Enthüllungen normalerweise den Vortritt lassen. Su blieb bei ihrer Aussage dennoch vage: AMD wäre zwar bereit für eine Vorstellung im kommenden Jahr, Microsoft könnte den Launch aber auch bis 2028 verschieben. Zu den konkreten Spezifikationen des neuen Prozessors, auch zur zugrundeliegenden Architektur, äußerte sie sich nicht.

Speicherpreise als möglicher Verzögerungsfaktor

Die aktuelle Speicherkrise dürfte den Zeitpunkt der Vorstellung maßgeblich beeinflussen. Erholen sich die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs bis 2027, gilt eine Xbox-Vorstellung als realistisch. Zieht sich die Erholung hin, könnte Microsoft länger abwarten, um die Konsolenpreise im Rahmen zu halten. Berichten zufolge soll die nächste Xbox zudem stärker auf Windows als Unterbau setzen, was unter anderem den Zugriff auf mehrere Spiele-Launcher wie Steam, Epic und GOG ermöglichen könnte.

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