Adobe hat am 25. Juli 2017 das Ende von Aktualisierung und Verbreitung des Flash Players für Ende 2020 angekündigt. Bestehende Flash-Inhalte sollten auf offene Webformate umgestellt werden. Die Ankündigung betraf damit auch Browsergames und andere interaktive Angebote, die das Plugin voraussetzten.
Mehrjährige Umstellung statt sofortiger Abschaltung
Bis zum vorgesehenen Ende wollte Adobe Sicherheitsupdates und notwendige Kompatibilitätsanpassungen liefern. Als Alternativen nannte das Unternehmen HTML5, WebGL und WebAssembly. Adobe Animate sollte weiterhin HTML5-Inhalte ermöglichen; das Ende des Players war keine Ankündigung, sämtliche Animationswerkzeuge einzustellen.
Microsoft veröffentlichte am selben Tag einen eigenen Zeitplan für Edge und Internet Explorer. Der damalige Plan sah für 2018 strengere Freigaben in Edge und für 2019 eine standardmäßige Deaktivierung in beiden Browsern vor. Bis Ende 2020 sollte die Ausführung auf unterstützten Windows-Versionen entfallen.
Webspiele benötigen mehr als eine neue Ausgabedatei
Für eine Migration sind Darstellung, Eingabe und die Ausführung des Spielcodes getrennt zu prüfen. Die Nennung offener Standards bedeutet nicht, dass vorhandene Flash-Spiele ohne Anpassung in einem Browser ohne Plugin laufen.
Microsoft hatte zuvor den WebGL-Quellcode von Edge im ANGLE-Projekt zugänglich gemacht. Die Übersetzung von OpenGL-ES-Aufrufen in DirectX war eine Grundlage für browserbasierte 3D-Inhalte, aber kein automatischer Konverter für Flash-Projekte.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Ausstiegsankündigungen von Juli 2017. Die genannten Fristen sind inzwischen vergangen. Eine später ergänzte Microsoft-Redaktionsnotiz von 2020 gehört nicht zum damaligen Quellenstand. Das abstrakte Adobe-Motiv ist ein Symbolbild, kein Screenshot einer Flash-Anwendung.

