Sony Interactive Entertainment wollte die PlayStation-Community Anfang 2022 über den klassischen Konsolenmarkt hinaus vergrößern. Jim Ryan erklärte im offiziellen PlayStation-Blogbeitrag zur Bungie-Übernahme, PlayStation solle seine Reichweite auf Hunderte Millionen Spieler ausweiten. Das Ziel setzte Sony mit PC-Veröffentlichungen, Live-Service-Spielen und weiteren Plattformen in Verbindung.
Multiplattform und Live-Service als Wachstumsfelder
Ryan verwies auf Sonys erste PC-Veröffentlichungen und die geplante Ausweitung von Live-Service-Spielen. Im Mittelpunkt stand nicht die Aufgabe der PlayStation-Konsolen, sondern die Frage, wie einzelne Spiele an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Formen angeboten werden können. Konkrete neue Titel oder eine vollständige Öffnung des Portfolios für Konkurrenzkonsolen kündigte Ryan in diesem Zusammenhang nicht an.
Bungie als Partner für die neue Ausrichtung
Wenige Tage zuvor hatte Sony die Übernahme von Bungie für 3,6 Milliarden US-Dollar angekündigt. Der offizielle PlayStation-Blogbeitrag zur Übernahme stellte Bungies Erfahrung mit Multiplattform-Entwicklung und Live-Service-Spielen ausdrücklich heraus. Das Studio sollte unabhängig bleiben und seine Spiele weiterhin auf mehreren Plattformen veröffentlichen.
Weitere Investitionen in Studios angekündigt
Ryan stellte im Gespräch außerdem weitere Investitionen in die Studiolandschaft in Aussicht. Der Erwerb von Bungie war zu diesem Zeitpunkt der bislang größte Schritt dieser Reihe. Namen weiterer Übernahmekandidaten nannte Sony nicht.
