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Neue FIDO2-Schlüssel mit NFC und Fingerabdruckscanner

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Neue FIDO2-Schlüssel mit NFC und Fingerabdruckscanner

Mit dem 10. September 2020 sind mehrere neue Hardware-Sicherheitsschlüssel für den FIDO2-Standard verfügbar geworden, die passwortlose oder als zweiter Faktor abgesicherte Anmeldungen erleichtern sollen. Zu den Neuvorstellungen zählen ein Modell von Yubico sowie gleich mehrere Schlüssel des Herstellers TrustKey, die erstmals einen Fingerabdruckscanner mitbringen.

YubiKey 5C NFC kombiniert USB-C und Funkschnittstelle

Der YubiKey 5C NFC von Yubico war bereits im November 2019 angekündigt worden, kam aber erst mit erheblicher Verzögerung in den Handel. Der Schlüssel besitzt einen USB-C-Stecker und beherrscht zusätzlich NFC, sodass er auch an Smartphones ohne USB-C-Anschluss per Funk genutzt werden kann. Neben FIDO2 unterstützt das Gerät eine OpenPGP-Smartcard-Funktion, den PIV-Standard für Zertifikate sowie die Erzeugung klassischer Einmalpasswörter. Der Preis liegt bei 55 US-Dollar.

TrustKey setzt auf Fingerabdruck statt PIN

Deutlich neuer ist das Konzept der TrustKey-Modelle G310, G320, G450 und G500. Sie verifizieren den Fingerabdruck direkt lokal auf dem Schlüssel, bevor die eigentliche Authentifizierung stattfindet. Möglich macht das der Krypto-Chip MS500, entwickelt vom TrustKey-Mutterkonzern eWBM. Die FIDO Alliance hat die Geräte als erste Authentifikatoren überhaupt mit dem Level-2-Zertifikat ausgezeichnet, einer höheren Sicherheitsstufe als bei gewöhnlichen FIDO2-Schlüsseln. Die Modelle sind bereits erhältlich und kosten rund 50 Euro.

Günstige Einstiegsmodelle ohne Smartcard-Funktion

Für Nutzer, die keinen Fingerabdrucksensor benötigen, bietet TrustKey außerdem die Einstiegsmodelle T110 und T120 an. Der T110 besitzt einen USB-A-Anschluss, der T120 USB-C. Beide kosten unter 30 Euro, verzichten dafür aber auf die OpenPGP-Smartcard-Funktion und beherrschen ausschließlich FIDO2.

Wozu der FIDO2-Standard dient

FIDO2-Schlüssel dienen als zweiter Faktor bei der Anmeldung oder ersetzen das Passwort komplett. Anwender stecken den Schlüssel in einen USB-Anschluss oder halten ihn an ein NFC-fähiges Smartphone, um sich bei kompatiblen Onlinediensten anzumelden. Da die kryptografischen Schlüssel den Sicherheitsschlüssel nie verlassen, gelten FIDO2-Geräte als deutlich widerstandsfähiger gegen Phishing als klassische Passwörter oder SMS-Codes.

Mit der Kombination aus NFC-Unterstützung und biometrischer Erkennung direkt auf dem Schlüssel wächst die Auswahl an Geräten, die sich sowohl am Rechner als auch am Smartphone einsetzen lassen, ohne dass Nutzer sich zusätzliche PIN-Codes merken müssen.

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