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Epic Games hat am 7. Dezember 2021 für Playstation 5 und Xbox Series X/S ein interaktives Programm namens The Matrix Awakens: An Unreal Engine 5 Experience als Preload in den jeweiligen Stores veröffentlicht. Die technische Grundlage bildet die Unreal Engine 5, freigeschaltet werden sollte die Erfahrung erst zwei Tage später im Rahmen der von Geoff Keighley moderierten Game Awards, bei der zahlreiche weitere Erstankündigungen erwartet wurden.
30 Gigabyte für ein Erlebnis ohne Titel im klassischen Sinn
Der Download ist auf der Xbox Series X/S mit rund 30 Gigabyte, auf der Playstation 5 mit etwas mehr als 25 Gigabyte vergleichsweise groß, was schon vor der Freischaltung auf mehr als nur ein paar Trailer schließen ließ. Versionen für PC oder ältere Konsolen gibt es zum Start nicht. Laut Angaben von Epic Games ist das Programm in Zusammenarbeit mit den Machern des vierten Matrix-Films entstanden, konkret mit dem Studio The Coalition und dem Effektstudio Weta Digital. Es soll sich um einen der ersten Fälle handeln, in denen die Unreal Engine 5 in einer für Endkunden bestimmten Anwendung zum Einsatz kommt, wenngleich Entwickler bereits länger Zugriff auf eine Vorabversion der Engine hatten.
Keanu Reeves oder computergenerierte Figur?
Im veröffentlichten Trailer taucht die Figur Neo auf, und in Foren wird seither diskutiert, ob es sich dabei um eine computergenerierte Figur oder schlicht um eine Aufnahme des Schauspielers Keanu Reeves handelt. Die überwiegende Meinung geht davon aus, dass tatsächlich ein animiertes, digital nachgebildetes Gesicht zu sehen ist, ein Beleg für den technischen Fortschritt bei der Echtzeit-Charakterdarstellung mit der neuen Engine-Generation.
Timing passend zum Kinostart
Der vierte Teil der Filmreihe, The Matrix Resurrections, kommt am 23. Dezember 2021 in die deutschen Kinos, in den USA lief der Film bereits einen Tag früher an. Regie führte Lana Wachowski, in der Hauptrolle des Neo ist erneut Keanu Reeves zu sehen, an seiner Seite Carrie-Anne Moss als Trinity. Die zeitliche Nähe zwischen Preload, Game Awards und Kinostart macht deutlich, wie eng Epic Games die technische Demonstration als Marketinginstrument mit dem parallel laufenden Filmstart verzahnt hat.

