Embracer Group setzt bei der Spieleentwicklung künftig auf künstliche Intelligenz

Der schwedische Spielekonzern Embracer Group setzt bei seinen Eigenentwicklungen künftig verstärkt auf generative KI-Systeme. Im Jahresbericht 2023/2024 nennt das Unternehmen vor allem Vorteile bei Produktionsgeschwindigkeit, Logistik und Planung.

Im gleichen Abschnitt räumt Embracer mögliche Risiken solcher KI-Systeme ein, ohne diese näher zu benennen.

Vorsicht in der Spielebranche

Viele Studios halten sich mit generativer KI bislang zurück. Ein Hauptgrund sind Urheberrechtsfragen. Sprachmodelle wie ChatGPT lernen aus vorhandenen Werken, und Entwickler befürchten, dass fremde Inhalte erkennbar in eigenen Spielen auftauchen. Das kann Imageschäden und Klagen der ursprünglichen Urheber nach sich ziehen. Bei einer Umfrage der Game Developers Conference im Frühjahr 2024 gaben rund zwölf Prozent der befragten Studios an, generative KI-Werkzeuge grundsätzlich zu verbieten.

Personalisierte Spielerlebnisse als Ziel

Embracer nennt als Ziel ein „einzigartiges, dynamisches und personalisiertes Erlebnis“ für Spieler. Gemeint sein dürften Systeme wie selbstständig reagierende NPCs. Ubisoft zeigte auf der GDC 2024 zusammen mit Nvidia und Inworld AI einen Prototyp solcher sogenannten Neo-NPCs.

Neben Kostenvorteilen erhoffen sich Publisher vor allem Zeitersparnis bei aufwendigen Inhalten. Texturen, 3D-Modelle und ganze Landschaften lassen sich mit KI-Werkzeugen deutlich schneller erzeugen als in klassischer Handarbeit.

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