Das Entwicklerteam der quelloffenen Streaming-Software OBS Studio hat der Logitech-Tochter Streamlabs auf Twitter eine Verletzung der eigenen Markenrechte vorgeworfen. Auslöser ist das von Streamlabs vertriebene Produkt Streamlabs OBS, für das laut OBS-Team zusätzlich eine eingetragene Marke angemeldet wurde.
Nach Darstellung der OBS-Community hatte Streamlabs das Team vor dem Start von Streamlabs OBS kontaktiert, um den Namen zu verwenden. Man habe dies freundlich abgelehnt, woraufhin Streamlabs den Namen trotzdem nutzte und im Anschluss eine eigene Marke anmeldete. Eine private Klärung sei am mangelnden Entgegenkommen von Streamlabs gescheitert.
Streaming-Software mit langer gemeinsamer Geschichte
Streamlabs OBS basiert technisch auf dem quelloffenen OBS Studio, das von vielen Twitch- und Youtube-Streamern zur Übertragung ihrer Inhalte genutzt wird. Streamlabs selbst wurde 2019 von Logitech übernommen, wie unter anderem The Verge damals berichtete. Das ursprüngliche OBS-Projekt finanziert sich unter anderem über Spenden auf Open Collective und Patreon.
Der Streit berührt ein grundsätzliches Spannungsfeld von Open-Source-Software: Während der Code von OBS Studio frei verfügbar ist und Ableger wie Streamlabs OBS technisch legitim entstehen können, sieht die Community den Projektnamen selbst als schützenswert an.

