Unity hat sich nach massiver Kritik an seiner neuen Laufzeitgebühr offiziell entschuldigt. In einem offenen Brief im Unity-Forum kündigte Marc Whitten, Chef der Sparte Unity Create, überarbeitete Konditionen der umstrittenen Runtime Fee an.
„Wir entschuldigen uns für die Verwirrung und die Verärgerung, die die am Dienstag angekündigte Richtlinie für Laufzeitgebühren verursacht hat“, schrieb Whitten. Man höre den Teammitgliedern, der Community, Kunden und Partnern zu und werde die Richtlinie entsprechend ändern.
Unity Personal bleibt kostenlos
Konkret bleibt die kostenlose Stufe Unity Personal ohne Laufzeitgebühr, die Umsatzgrenze für diese Stufe steigt von 100.000 auf 200.000 US-Dollar. Die Gebühr soll zudem erst ab der nächsten LTS-Version im Jahr 2024 greifen, mit aktuellen oder älteren Versionen entwickelte Spiele sind ausgenommen, solange sie nicht aktualisiert werden. Sie greift außerdem nur, wenn ein Spiel gleichzeitig 1 Million US-Dollar Jahresumsatz und 1 Million Installationen überschreitet.
Ob der Rückzieher ausreicht, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt offen. Mehrere Spieleentwickler hatten zuvor angekündigt, von Unity auf andere Engines wie Godot oder die Unreal Engine zu wechseln. Unity stand bereits zuvor in der Kritik, unter anderem wegen der 2022 übernommenen Adware-Firma Ironsource und wegen Beschimpfungen von Ex-CEO John Riccitiello gegenüber Entwicklern.
