GTC 2026: Nvidia-Chef Huang erklärt Rechenzentren zu Fabriken für Tokens

Nvidia-Chef Jensen Huang hat auf der Grafikkonferenz GTC 2026 in San Jose eine neue Rechenzentrums-Generation namens Vera Rubin sowie eine neue Softwareplattform für KI-Agenten vorgestellt. Die vollständige Keynote ist bei Nvidia als Aufzeichnung abrufbar. Ein zentraler Begriff der rund zweistündigen Präsentation: Rechenzentren seien „AI Factories“, also Fabriken, die nicht mehr in erster Linie Rechenleistung, sondern Tokens produzieren.

Huang begründete den Fokus auf Tokens mit der Entwicklung von KI-Systemen: Aus Modellen, die Text oder Bilder erzeugen, würden zunehmend Systeme, die eigenständig Aufgaben übernehmen. Die dafür nötige Rechenleistung sei laut Huang binnen zwei Jahren um das Zehntausendfache gestiegen. Nvidias neue Systemgeneration Vera Rubin soll auf die aktuelle Blackwell-Architektur folgen und den Umsatz einer KI-Fabrik im Vergleich zu Blackwell nach Firmenangaben deutlich steigern. Ein erstes Rack läuft laut Huang bereits bei Microsoft Azure, die breite Verfügbarkeit ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt.

Neue Software für KI-Agenten und autonomes Fahren

Mit OpenCLAW kündigte Nvidia ein Open-Source-Framework für agentische KI-Systeme an, das Huang als „Betriebssystem für agentische Computer“ bezeichnete. Eine Referenzplattform namens Nemo Claw soll Unternehmen zusätzlich Sicherheitsmechanismen, Richtlinienverwaltung und Datenschutzkomponenten für den produktiven Einsatz solcher Agenten bereitstellen.

Auch autonomes Fahren spielte in der Keynote eine Rolle. Huang bezeichnete selbstfahrende Autos als eines der ersten großen Beispiele für „Physical AI“, also KI-Systeme, die direkt in der realen Welt handeln. Nvidia kombiniert dafür Training in eigenen Rechenzentren mit Simulationen in der Software Omniverse. Als neue Automobilpartner nannte Huang unter anderem BYD, Hyundai, Nissan und Geely, die sich bestehenden Partnern wie Mercedes-Benz, Toyota und General Motors anschließen. Für Spielegrafik kündigte Nvidia zudem DLSS 5 an, das XboxDev.com bereits gesondert vorgestellt hat.

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