Nvidia hat den Übergang zu Open-Source-Kernel-Modulen für seine Linux-Treiber abgeschlossen. In einem Blogbeitrag kündigt das Unternehmen an, dass aktuelle Treiberversionen nur noch die offenen Kernel-Module nutzen. Die älteren proprietären Varianten werden nicht mehr weiterentwickelt.
Im Mai 2022 veröffentlichte Nvidia den ersten offenen GPU-Kernel für Linux. Zunächst liefen die proprietären Module parallel weiter, weil der Funktionsumfang der offenen Version noch eingeschränkt war. Seitdem hat Nvidia zentrale Funktionen für Workstation- und Enterprise-Systeme nachgerüstet.
Wayland-Unterstützung und Firmware-Nutzung
Mittlerweile funktioniert die Wayland-Kompatibilität zuverlässig, Wayland Explicit Sync wird unterstützt und die GSP-Firmware kommt ab der Turing-Generation standardmäßig zum Einsatz. Der Treiber selbst wandert trotzdem nicht in den Mainline-Kernel von Linux. Die Komponenten für den User-Space bleiben zudem weiterhin geschlossen, eine vollständige Open-Source-Strategie plant Nvidia offenbar nicht.
Welche GPUs betroffen sind
Für neue Chips wie Grace Hopper und die kommende Blackwell-Generation gibt es nur noch den offenen Kernel. Ältere Generationen wie Ada Lovelace, Ampere und Turing funktionieren mit beiden Varianten, Nvidia rät aber zum Wechsel. Nur wer noch Maxwell, Pascal oder Volta einsetzt, oder diese älteren Chips zusammen mit neueren GPUs im selben System betreibt, braucht weiterhin den proprietären Kernel.
