game-Verband: 7,8 Millionen Deutsche haben bereits an E-Sport-Wettkämpfen teilgenommen

Der E-Sport im Amateurbereich hat sich in Deutschland fest etabliert, benötigt aus Sicht des game – Verband der deutschen Games-Branche aber dringend politische Unterstützung. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands hervor. Zwar nehmen demnach immer mehr Menschen an digitalen Wettkämpfen teil, dies geschieht laut game aber größtenteils außerhalb klassischer Vereinsstrukturen.

Knapp jeder fünfte Spielende in Deutschland, 18 Prozent, hat demnach bereits an E-Sport-Wettkämpfen teilgenommen, das entspricht rund 7,8 Millionen Menschen. Am aktivsten ist die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, in der fast jeder Dritte, 30 Prozent, schon dabei war. Auch unter älteren Spielenden zwischen 35 und 44 Jahren hat knapp jeder Fünfte bereits an Turnieren oder Ligen teilgenommen. Die Bekanntheit von E-Sport insgesamt ist ebenfalls gestiegen: Rund 59 Millionen Deutsche haben schon davon gehört, knapp jeder Zweite, 45 Prozent, weiß, was E-Sport ist. Grundlage ist eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag des game-Verbands unter 2.027 Personen.

Fehlende Gemeinnützigkeit bremst Vereinsstrukturen

Als Hauptgrund für die schwache Verankerung in Vereinen nennt der Verband die weiterhin fehlende Gemeinnützigkeit von E-Sport in Deutschland. Auch bestehende Sportvereine würden häufig vor dem Aufbau einer E-Sport-Sparte zurückschrecken, weil ihnen dadurch der Entzug der eigenen Gemeinnützigkeit drohe. Damit bleibe das gesellschaftliche Potenzial des E-Sports bei der Vermittlung von Werten wie Fairplay, Teamgeist und Leistungsgedanke sowie bei Nachwuchsarbeit, Medienkompetenz und Jugendschutz größtenteils ungenutzt.

game-Geschäftsführer Felix Falk fordert deshalb von der kommenden Bundesregierung, die Gemeinnützigkeit von E-Sport unabhängig von der Debatte, ob E-Sport als Sport gilt, über die Abgabenordnung zu ermöglichen. Millionen Spielerinnen und Spieler nähmen in Deutschland bereits an E-Sport-Wettkämpfen teil, oft außerhalb bestehender Vereinsstrukturen, so Falk. Der vollständige Bericht „game Fokus E-Sport“ mit weiteren Daten und Gastbeiträgen aus der Branche steht auf der Verbandsseite zum kostenlosen Download bereit.

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