Ampel-Koalitionsvertrag 2021: Bekenntnis zur Gemeinnützigkeit des E-Sports

Die im November 2021 gebildete Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich im Koalitionsvertrag 2021-2025 zur Förderung des Games-Standorts bekannt und E-Sport erstmals konkret als gemeinnützig eingestuft. Auf Seite 123 des Vertragswerks heißt es: „Wir wollen den Games-Standort stärken und die Förderung verstetigen. Wir schaffen Rechtssicherheit für gemeinnützigen Journalismus und machen E-Sport gemeinnützig.“

Der Passus bleibt kurz, markiert aber einen Unterschied zur vorherigen Regierung aus Union und SPD. Deren Koalitionsvertrag von 2018 hatte auf Seite 48 noch angekündigt: „Werden wir E-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen.“ Dieses Versprechen wurde in der Legislaturperiode 2018 bis 2021 nicht eingelöst, eine formale Anerkennung als Sportart durch den Deutschen Olympischen Sportbund blieb aus.

ESBD begrüßt Gemeinnützigkeit als Grundstein

Daniel Luther, Präsident des eSport-Bund Deutschland (ESBD), reagierte positiv auf die Ankündigung. Die Gemeinnützigkeit für den E-Sport solle kommen, der Verband begrüße diese Grundsteinlegung, so Luther in einer Stellungnahme zum Koalitionsvertrag. Anders als noch 2018 fokussiert sich der ESBD mittlerweile weniger auf die formale Anerkennung als eigene Sportart und mehr auf konkrete rechtliche und steuerliche Erleichterungen für E-Sport-Vereine.

Die Gemeinnützigkeit würde E-Sport-Vereinen unter anderem steuerliche Vorteile und einen erleichterten Zugang zu öffentlicher Förderung verschaffen, ähnlich wie sie klassische Sportvereine bereits genießen. Eine konkrete gesetzliche Umsetzung des Vorhabens stand zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung noch aus.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein