Games-Förderung in Deutschland: 50 Millionen Euro Jahresbudget im Überblick

Die Bundesförderung für Computerspiele stellt seit September 2020 insgesamt 250 Millionen Euro über fünf Jahre bereit, das entspricht 50 Millionen Euro pro Jahr. Eine Auswertung von GamesWirtschaft zeigt, wohin das Geld im ersten vollen Förderjahr geflossen ist: Für 2021 wurden rund 100 Projekte mit 50,3 Millionen Euro bewilligt, im Schnitt knapp 500.000 Euro je Studio. 70 weitere Anträge waren zu diesem Zeitpunkt noch in Prüfung.

Der Staat übernimmt je nach Projekt zwischen 25 und 50 Prozent der Entwicklungskosten. Die durchschnittliche Projektlaufzeit liegt bei 480 Tagen, also rund anderthalb Jahren. Die 20 größten Empfänger vereinen zwei Drittel der Gesamtsumme auf sich, insgesamt 37 Millionen Euro.

Etablierte Studios vorn

An der Spitze der Förderliste stehen Limbic Entertainment aus Langen mit 2,83 Millionen Euro, gefolgt von Grimlore Games (2,59 Millionen Euro), King Art aus Bremen (2,43 Millionen Euro), Blackforest Games aus Offenburg (2,23 Millionen Euro) und Mimimi Games aus München (2,03 Millionen Euro). Die Verteilung begünstigt damit etablierte Mittelständler und Töchter größerer Publisher.

Berlin und Bayern vorn, Osten unterrepräsentiert

Regional führt Berlin mit 24 geförderten Projekten vor Bayern mit 21 und Nordrhein-Westfalen mit 14. Ostdeutschland ist in der Förderstatistik weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Die meisten Projekte entstehen für PC, mit rund 80 Titeln, gefolgt von rund 40 Mobile-Produktionen. Genrewertung: Strategie- und Aufbauspiele liegen vorn. Die neue Ampel-Koalition hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zugesagt, die Förderung fortzusetzen, wenn auch unter anderer Ministeriumszuständigkeit.

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