Netflix wertet jüngste Spieleübernahmen als Bestätigung für Abo-Modell

Die von Microsoft am 18. Januar 2022 angekündigte Übernahme von Activision Blizzard fiel in eine Phase mehrerer großer Transaktionen im Spielemarkt. In einem offiziellen Earnings-Interview zu den Ergebnissen des vierten Quartals 2021 bewertete Netflix-Manager Greg Peters die jüngste Übernahmewelle positiv. Der COO und Chief Product Officer bezeichnete sie als Bestätigung für die These, dass sich Spiele über ein Abonnement weltweit anbieten lassen.

Peters äußerte sich auf die Frage, ob Netflix für das eigene Spieleangebot bekannte Marken zukaufen sollte. Er sprach von einer spannenden Entwicklung im Markt und erklärte, Netflix sei offen für Lizenzen sowie für große Spielemarken, die Nutzer bereits kennen. Einen konkreten Kauf von Activision Blizzard durch Netflix stellte er nicht in Aussicht. Die Aussagen fielen zwei Tage nach der Ankündigung der Microsoft-Transaktion.

Netflix baut eigenes Spieleangebot aus

Netflix hatte 2021 mit der Einführung von Mobile Games begonnen und wollte das Angebot 2022 weiter ausbauen. Im Aktionärsbrief zum Quartal beschrieb das Unternehmen Spiele als noch frühe, experimentelle Erweiterung des Abonnements. Parallel investierte Netflix in interne Entwicklungskapazitäten und hatte mit Night School Studio bereits ein eigenes Entwicklerstudio übernommen.

Im offiziellen Transkript des Netflix-Earnings-Calls beschrieb Peters außerdem die langfristige Möglichkeit, eigene interaktive Erlebnisse mit bekannten Figuren und Welten des Streamingdienstes zu verbinden. Die Übernahme durch Microsoft diente im Gespräch damit als Marktbeispiel für die wachsende Bedeutung von Abonnementmodellen im Gaming.

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