Sonys Playstation Store: Digital gekaufte Filme sollten Käufern dauerhaft gehören

Der Journalist Ingo Pakalski hat am 12. Juli 2022 in einem Kommentar gefordert, dass digital gekaufte Filme und Serien den Käufern dauerhaft gehören sollten, statt ersatzlos aus dem Angebot zu verschwinden. Anlass ist die Ankündigung, dass Sony Ende August 2022 insgesamt 314 Filme und Serien aus dem Playstation Store in Deutschland entfernt, weil der Lizenzvertrag mit dem Studio StudioCanal ausläuft. Wer die Titel zuvor gekauft hat, kann sie danach nicht mehr abrufen.

314 Filme und Serien verschwinden aus dem Angebot

Sony verkauft nach eigenen Angaben seit knapp einem Jahr keine Filme und Serien mehr über den Playstation Store, mit den bereits verkauften Titeln lässt sich also kein neues Geld mehr verdienen. Für den Konzern ist die Wartung der zugehörigen Lizenzen damit ein Kostenpunkt ohne Gegenwert, was aus Sicht des Unternehmens die Streichung der StudioCanal-Titel nahelegt. Pakalski befürchtet in seinem Kommentar, dass die betroffenen 314 Titel nicht die letzten bleiben, die auf diese Weise aus dem Sortiment verschwinden.

Keine Kompensation für betroffene Kunden

Besonders kritisiert der Autor, dass Sony nach seinem Kenntnisstand keinerlei Ausgleich für die betroffenen Käufer vorsieht. Wer einen der Filme oder eine Serie gekauft hat, verliert schlicht den Zugriff darauf, ohne eine Rückerstattung oder einen Ersatz zu erhalten. Golem.de zieht dabei den Vergleich zu physischen Medien: Bisher sei kein Fall bekannt, in dem ein Filmstudio Kunden nachträglich eine gekaufte DVD oder Blu-ray wieder abgenommen habe.

Digitaler Kauf ist kein dauerhafter Besitz

Der Fall zeigt aus Sicht des Kommentars ein grundsätzliches Problem digitaler Käufe. Auch bei anderen Anbietern besteht das Risiko, dass gekaufte Inhalte irgendwann aus einem Store verschwinden und nicht mehr nutzbar sind, meist gedeckt durch entsprechende Klauseln in den Nutzungsbedingungen. Sony sei mit dem Vorgehen kein Einzelfall in der Branche, laut Pakalski aber aktuell eines der auffälligsten Beispiele dafür, wie wenig ein digitaler Kauf im Vergleich zu einem physischen Erwerb tatsächlich wert ist.

Forderung nach Rückerstattung

Pakalski fordert deshalb, dass Sony den Käufern zumindest einen Teil des Kaufpreises der bald entfernten Filme und Serien erstattet, besser noch den vollen Betrag. Sein Argument: Kunden hätten für dauerhaften Zugriff bezahlt, den sie nun nicht mehr bekommen. Der Beitrag ist als Kommentar (IMHO, In My Humble Opinion) gekennzeichnet und gibt damit ausdrücklich die persönliche Einschätzung des Autors wieder, nicht eine Stellungnahme von Sony selbst.

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