New York City verklagt Activision Blizzard im Zusammenhang mit dem Microsoft-Deal

Mehrere Pensionsfonds der Stadt New York haben Ende April 2022 eine Klage gegen Activision Blizzard und Mitglieder des Verwaltungsrats eingereicht. Der Bericht von Activision Blizzard an die US-Börsenaufsicht SEC führt das Verfahren als Teil der rechtlichen Auseinandersetzungen rund um die geplante Übernahme durch Microsoft auf.

Zu den Klägern gehören das New York City Employees’ Retirement System sowie Pensionssysteme für Beschäftigte aus Bildung, Polizei und Feuerwehr. Die Fonds werfen dem Verwaltungsrat vor, den Verkauf an Microsoft zu schnell vereinbart und die Interessen der Aktionäre nicht ausreichend berücksichtigt zu haben.

Vorwurf gegen die Verhandlungsführung

Nach den in den damaligen Berichten wiedergegebenen Vorwürfen habe Bobby Kotick wegen der Vorwürfe gegen die Unternehmenskultur nicht in der Position gestanden, den Verkauf allein im Namen des Unternehmens auszuhandeln. Die Kläger sahen außerdem das Risiko, dass die Transaktion mögliche Ansprüche gegen den Vorstand und die Unternehmensführung verkürzen könnte. Der SEC-Bericht beschreibt das Verfahren als Aktionärsklage vor dem Court of Chancery in Delaware.

Klage neben weiteren Verfahren

Die Klage stand neben mehreren weiteren Verfahren und Beschwerden, die nach der Ankündigung der Microsoft-Übernahme eingereicht wurden. Sie änderte zunächst nichts am geplanten Ablauf der Transaktion. Über die angekündigte Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft berichtete XboxDev bereits im Januar 2022.

Bei der Meldung handelt es sich um Vorwürfe der Kläger, nicht um eine gerichtliche Feststellung. Der SEC-Bericht dokumentiert das Verfahren und die Angaben der beteiligten Parteien, bewertet die Vorwürfe aber nicht abschließend.

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