Die Gewerkschaft United Videogame Workers (UVW-CWA) hat im Juli 2026 den Game Worker Hardship Fund gestartet. Das Programm soll Beschäftigte der Spielebranche in den USA und Kanada unterstützen, die seit Januar 2024 durch Entlassungen oder damit verbundene Einkommensverluste in eine finanzielle Notlage geraten sind.
Anträge auch ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft
Antragsberechtigt sind laut UVW-CWA Beschäftigte aus AAA-, Mobile- und Indie-Studios. Das gilt für Vollzeit- und Teilzeitkräfte ebenso wie für Vertragsarbeiter, Freelancer und Personen, die indirekt von einer Entlassungswelle betroffen sind. Eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft ist keine Voraussetzung. Die Mittel sind für unvermeidbare Ausgaben wie Lebensmittel, Miete oder medizinische Kosten vorgesehen. Die Vergabe erfolgt nach Bedarf und Dringlichkeit durch ein ehrenamtliches Prüferteam.
Für die Anträge gibt es zwei Stufen. Über die Small Funds Tier können weniger als 1.000 US-Dollar beantragt werden. Die Major Expenses Tier deckt Anträge zwischen 1.000 und 5.000 US-Dollar ab und sieht eine längere Prüfung vor. Die UVW-CWA weist darauf hin, dass eine Bewilligung nicht garantiert ist und die Auszahlung derzeit als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden sollte.
Finanzierung über Mitgliedsbeiträge und Charity-Bundle
Der Fonds wird aus Mitgliedsbeiträgen der UVW-CWA finanziert. Zusätzlich soll ein von Necrosoft Games organisiertes Charity-Bundle auf itch.io vollständig in den Ausbau des Programms fließen. Direkte Spenden waren zum Start des Fonds noch nicht möglich. Die Gewerkschaft will die Laufzeit an den verfügbaren Mitteln und der Kapazität des Prüfteams ausrichten.
Die UVW-CWA ist bereits als Interessenvertretung von Beschäftigten der Spielebranche in Erscheinung getreten. Einen früheren Zusammenschluss von Beschäftigten bei Activision Blizzard und die Anerkennung durch Microsoft beschreibt ein Beitrag vom Oktober 2025. Der neue Härtefonds ist branchenweit angelegt und nicht auf einen einzelnen Arbeitgeber beschränkt.
