Nach der Übernahme von Activision Blizzard blieb Microsoft Gaming weiter offen für zusätzliche Studio- und Technologiezukäufe. Phil Spencer, damals Leiter von Microsoft Gaming, sagte im November 2024 gegenüber Bloomberg, Xbox wolle im Markt bleiben, wenn Teams oder Technologien zu den eigenen Gaming-Zielen passten.
Die historische Einordnung ist wichtig: Spencer leitete Microsoft Gaming zum Zeitpunkt der Aussage noch. Seit dem 2026 vollzogenen Führungswechsel liegt die operative Xbox-Spitze nicht mehr bei ihm. Der Beitrag dokumentiert daher eine Aussage aus dem Jahr 2024, keine aktuelle Rollenbeschreibung.
Asien und Mobile standen im Vordergrund
Laut Spencer blickte Xbox damals besonders auf den asiatischen Markt und auf Mobile-Studios. Nach dem 69-Milliarden-Dollar-Kauf von Activision Blizzard hatte Microsoft mit King bereits ein großes Mobile-Geschäft übernommen. Weitere Zukäufe sollten geografische Lücken schließen und das Portfolio verbreitern.
Konkrete Namen oder laufende Verhandlungen nannte Spencer nicht. Die Aussage beschrieb eine grundsätzliche Bereitschaft zu weiteren Deals, nicht einen unmittelbar bevorstehenden Kauf. Nach der Activision-Blizzard-Übernahme stand Microsoft zudem weiter unter besonderer Beobachtung von Wettbewerbsbehörden.
Für Xbox war die Aussage ein Hinweis darauf, dass die Konsolidierungsstrategie trotz Integration, Restrukturierungen und regulatorischem Druck nicht grundsätzlich beendet war. Der Schwerpunkt lag aber klar auf passender Technologie und regionaler Ergänzung, nicht auf einem pauschalen Einkauf weiterer großer Publisher.
