Die Organisation von klassischen Games-Events für Endverbraucher steht vor massiven finanziellen und strategischen Herausforderungen. Im aktuellen Microcast von GamesIndustry.biz diskutieren Branchen-Experten den Niedergang und die Probleme von bekannten Publikumsmessen wie der PAX, der EGX und dem mittlerweile eingestellten Format WASD in Großbritannien. Obwohl das direkte Anspielen vor Ort für das Marketing von Spielen wichtig bleibt, steigen die Kosten für Aussteller und Veranstalter rasant.
David Lilley vom WASD-Veranstalter Roucan berichtet im Podcast ausführlich über die wirtschaftlichen Hürden. Die gestiegenen Standgebühren, Logistikkosten und der hohe personelle Aufwand machen es insbesondere für kleinere und mittlere Studios immer schwieriger, eine Messepräsenz zu rechtfertigen. Viele Publisher weichen daher auf digitale Formate oder eigene Showcases aus, was den traditionellen Messen die zugkräftigen Highlights entzieht.
Dennoch bleibt die Hoffnung bestehen, dass sich Publikumsevents in veränderter Form erholen können. Neben den Messen thematisiert die Podcast-Folge auch die mögliche Übernahme von Kadokawa durch Sony sowie die europäischen Verkaufszahlen der wichtigsten Releases im Oktober. Die Episode ist ab sofort auf Spotify, iTunes und anderen gängigen Plattformen als Download verfügbar.

