Professionelle Videospiel-Konzerte erfreuen sich weltweit wachsender Beliebtheit und bieten Entwicklern eine hervorragende Möglichkeit zur Markenpflege und Monetarisierung. Gaetano Fazio, CEO des Musikveranstalters Soho Live, erläutert in einem Gastbeitrag für GamesIndustry.biz, wie wichtig die richtige Planung, Lizenzierung und Orchestrierung für solche Veranstaltungen sind.
Erfolgreiche Konzertreihen zu Spielen wie „Stardew Valley“, „Final Fantasy“ oder „Baldur’s Gate 3“ locken regelmäßig Tausende Fans in die Hallen. Entwicklerstudios müssen vor dem Start jedoch grundlegende Fragen klären: Obwohl viele Soundtracks im Rahmen von Work-for-Hire-Verträgen erstellt werden (bei AAA-Spielen sind es über 91 Prozent), behalten Komponisten bei Indie-Projekten in mehr als der Hälfte der Fälle die Rechte an ihrer Musik. In diesen Fällen müssen gesonderte Lizenzverträge abgeschlossen werden.
Für die Live-Aufführungen müssen die Soundtracks komplett neu für Orchester, Bands oder Chöre arrangiert werden. Das Management solcher Aufführungen erfordert eine enge Abstimmung zwischen Komponisten, Venues und Verwertungsgesellschaften bezüglich der Tantiemen. Trotz des hohen organisatorischen Aufwands bieten Live-Konzerte eine langlebige Plattform, um die Bindung der Spieler an das jeweilige Franchise zu stärken.

