Der Bundesrechnungshof hat die Computerspiele-Förderung des Wirtschaftsministeriums in einem 28-seitigen Bericht kritisiert. Zum Prüfzeitpunkt umfasste die Subventionsdatenbank 570 gefoerderte Projekte, davon 30 Spiele mit Zuschuessen zwischen 1,5 und 5,7 Millionen Euro. Seit Mai 2023 galt bereits ein Antrags-Stopp.
Die Prüfer stellten mehrere Punkte infrage: die grundsaetzliche Zuständigkeit des Bundes, da Förderung eher Ländersache sei, die Ausgestaltung als nicht rückzahlbare Zuwendung, mögliche Mitnahmeeffekte bei großen Konzernen sowie das Windhund-Prinzip bei der Antragsvergabe. Zudem fehle eine belastbare Erfolgskontrolle.
Der Verband game wies die Kritik zurück und warf den Prüfern vor, die weltweite Marktrealität zu verkennen. Die Förderung war 2019 unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer gestartet und lag zuletzt im Ressort von Robert Habeck. Eine spätere Einordnung liefert die Zwischenbilanz nach einem Jahr Games-Zuständigkeit.
Die Angaben basieren auf der Originalquelle.
