Brasiliens Spielebranche in Zahlen: mehr als 1.000 Studios und wachsende Bedeutung

Die brasilianische Spielebranche umfasste 2023 insgesamt 1.042 Entwicklerstudios. Die Zahlen stammen aus der von Abragames und ApexBrasil veröffentlichten Branchenstudie, die auf der offiziellen Forschungsseite von Brazil Games bereitgestellt wird.

In den Studios arbeiteten im Erhebungszeitraum 13.225 Menschen. Damit stieg die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent. Zwischen der ersten Untersuchung von 2014 und der Erhebung 2023 wuchs die Zahl der Studios von 133 auf 1.042. 2023 wurden außerdem rund 2.600 in Brasilien entwickelte Spiele aus dem Zeitraum 2020 bis 2022 erfasst.

Logo von Brazil Games
Logo von Brazil Games – Bild: Brazil Games und Abragames, offizielle Forschungsseite

Mobile Spiele prägen den heimischen Markt

Die Studie beziffert den Umsatz der brasilianischen Spieleentwicklung im Jahr 2023 auf 251,6 Millionen US-Dollar. Am heimischen Markt entfielen 51,7 Prozent auf Mobile-Spiele, 20,5 Prozent auf Konsolen und 19,4 Prozent auf den PC. Bei den in Brasilien entwickelten Spielen lag der PC-Anteil dagegen bei 24,9 Prozent, gefolgt von Mobile mit 24 Prozent.

93 Prozent der befragten Studios arbeiteten an einer eigenen Marke. 80 Prozent setzten Unity ein, 25 Prozent Unreal Engine. Die Mehrfachnennung bei den Entwicklungswerkzeugen zeigt, dass Studios beide Engines parallel verwenden können.

Internationale Aufträge und verteilte Teams

Rund 70 Prozent der Studios arbeiteten vollständig remote, weitere 16 Prozent in einem hybriden Modell. Die USA und andere lateinamerikanische Märkte waren wichtige Geschäftspartner. Auch Westeuropa gewann an Bedeutung. Ein früherer Beitrag zur brasilianischen Indie-Szene auf der GDC 2024 beschreibt die internationale Sichtbarkeit der dortigen Entwickler.

Für den Zugang zu Kapital und die internationale Vermarktung bleiben laut den Studienergebnissen offene Aufgaben. Das Exportprogramm Brazil Games von Abragames und ApexBrasil unterstützt Studios dabei, Kontakte zu Publishern, Investoren und Veranstaltern außerhalb Brasiliens aufzubauen.

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