Jesse Schell: Schell Games setzt auf stabile Teams ohne Entlassungen

Jesse Schell hält Entlassungen in der Spieleentwicklung nicht für einen festen Bestandteil des Geschäfts. In der GI-Sprint-Reihe beschreibt der Gründer von Schell Games, wie das Studio seit seiner Gründung im Jahr 2002 ohne Entlassungswellen ausgekommen ist. Seine Überlegungen erschienen am 1. Juli 2024, in einer Branche mit mehr als 11.000 Entlassungen in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Auftragsarbeit und eigene Marken

Schell setzt auf eine Mischung aus Auftragsprojekten und eigenen Marken. Wenn ein Projekt hinter den Erwartungen zurückbleibt, kann das Studio seine Arbeit auf den jeweils tragfähigeren Bereich verlagern. Die Beschäftigten werden dabei nicht als kurzfristige Variable des einzelnen Projekts behandelt. Das vollständige GI-Sprint-Video erläutert den Ansatz im Gespräch.

Stabilität als Entwicklungsfaktor

Schell Games unterscheidet zwischen schwierigen Personalentscheidungen und einem dauerhaften Stellenabbau. Wenn eine Person das Teamgefüge belastet, kann das Studio laut Schell trotzdem individuell reagieren. Die grundsätzliche Bindung der Teams soll erhalten bleiben, weil eingespielte Gruppen mit der Zeit effizienter arbeiten und Wissen im Studio halten.

Die Debatte steht im Kontrast zur Entlassungswelle bei Studios, die seit 2023 zahlreiche Teams erreicht. Schells Modell ist eine Beschreibung der eigenen Unternehmenspraxis und kein allgemeines Versprechen für die gesamte Branche.

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