Der Leiter von Amazon Game Studios, Christoph Hartmann, verlässt das Unternehmen offenbar. Das berichtet Bloomberg-Journalist Jason Schreier, der den Wechsel über das Netzwerk Bluesky bekanntgab. Zugleich fährt Amazon sein Geschäft mit PC- und Konsolenspielen Berichten zufolge zurück und setzt stärker auf seinen Streamingdienst Luna.
Die Meldung fällt mit der Ankündigung einer weiteren Entlassungswelle zusammen, von der 16.000 Stellen betroffen sein sollen. Beth Galetti, bei Amazon zuständig für Personal und Technik, begründete den Schritt damit, Ebenen abzubauen, Eigenverantwortung zu stärken und Bürokratie zu verringern. Erst im Oktober 2025 hatte der Konzern 14.000 Stellen gestrichen.
Ob die jüngste Welle die Spielesparte trifft, ist offen. Sollte sich Amazon aus dem PC- und Konsolengeschäft zurückziehen, dürften jedoch Entwickler in diesen Bereichen betroffen sein. Bereits im Oktober 2025 kam es zu erheblichen Stellenstreichungen an den Standorten Irvine und San Diego sowie zu einer Reduzierung der Arbeit an großen Titeln wie MMOs. Das Online-Rollenspiel New World Aeternum soll im Januar 2027 abgeschaltet werden.
Hartmann war 2018 als Vice President of Game Studios zu Amazon gestoßen. Zuvor hatte er über 20 Jahre bei 2K Games gearbeitet, dessen Präsident er seit der Mitgründung 2005 gewesen war. Der von Amazon 2020 vorgestellte und 2023 gestartete Dienst Luna soll künftig stärker im Mittelpunkt stehen. Zur Verbreitung des Angebots in Nordamerika finden sich Angaben in der Meldung zum flächendeckenden Start von Amazon Luna.
