DOSB gründet gemeinnützige E-Sports-Gesellschaft

Der Deutsche Olympische Sportbund hat die Gründung einer gemeinnützigen E-Sports-Gesellschaft beschlossen. Die DOSB E-Sports gGmbH soll zum 1. Juni 2026 den operativen Betrieb aufnehmen und markiert eine neue Haltung des organisierten Sports gegenüber der Gaming- und E-Sport-Branche.

Die Gesellschaft ist als eigenständige Einheit angelegt und versteht sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Verbänden. Zu den Aufgaben zählen der Aufbau nachhaltiger Leistungs- und Förderstrukturen, die Koordination von Nationalmannschaften sowie Vernetzung und Projektentwicklung.

Bemerkenswert ist die Kehrtwende: Der DOSB hatte E-Sport lange kritisch begleitet und sogar Kampagnen gegen Videospiele mitgetragen. Die Annäherung beschleunigte sich durch die im Januar 2026 erreichte Anerkennung der Gemeinnützigkeit von E-Sport-Vereinen und die Koordination einer Auswahl für den Esports Nations Cup 2026.

Stimmen aus dem Verband

Leon Ries aus dem Vorstand erklärte, E-Sport sei für Millionen junger Menschen selbstverständlicher Teil ihrer Lebensrealität. Der Vorstandsvorsitzende Otto Fricke betonte, es gehe nicht um kurzfristige Trends, sondern um die Frage, wie Sport gesellschaftlich relevant bleibe. Wie sich die deutsche Szene wirtschaftlich entwickelt, ordnet der E-Sport-Report 2026 ein.

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