Der Videospielstreik der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA begann am 26. Juli 2024, nachdem die Verhandlungen über Schutzregeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz gescheitert waren. Die Gewerkschaft beschreibt die Forderungen und den Beginn des Streiks in ihrer offiziellen Mitteilung.
Interimsvereinbarungen erlauben bestimmte Produktionen
Für Grand Theft Auto VI sollte der Arbeitskampf den Entwicklungsplan nicht verändern. Produktionen konnten unter einer Tiered-Budget Independent Interactive Media Agreement oder einer Interim Interactive Media Agreement weiterarbeiten. Diese Vereinbarungen enthielten eigene Regeln für die Beschäftigung von SAG-AFTRA-Mitgliedern.
Ein Sprecher der beteiligten Publisher bestätigte gegenüber Kotaku, dass Grand Theft Auto VI von den Auswirkungen des Streiks ausgenommen sei. Damit blieb der von Rockstar Games und Take-Two Interactive kommunizierte Zeitplan zunächst bestehen.
Künstliche Intelligenz als Kern des Arbeitskampfs
Im Mittelpunkt des Konflikts standen verbindliche Regeln für digitale Repliken und den Einsatz von KI bei Stimme, Bewegung und Darstellung. SAG-AFTRA verlangte Zusicherungen, bevor neue Arbeiten unter dem Interactive Media Agreement aufgenommen werden sollten.
Für die Spieleentwicklung betrifft der Streit damit nicht nur einzelne Produktionen. Er berührt auch die Frage, wie Studios Rechte an Aufnahmen und digitalen Abbildern vertraglich regeln, wenn Charaktere über viele Jahre aktualisiert und erweitert werden.
