Frostbite 3 treibt Battlefield 1 an: Dynamisches Wetter und freie Zerstörung kehren zurück

Mit Battlefield 1 hat DICE am 21. Oktober 2016 den dritten Serienteil unter der dritten Generation der hauseigenen Frostbite-Engine veröffentlicht. In einer offiziellen Mitteilung vom 12. Juni 2016 beschrieb Electronic Arts dynamisches Wetter auf den Mehrspielerkarten und eine breit angelegte Umgebungszerstörung. Frostbite 3 war zuvor mit Battlefield 4 im Oktober 2013 eingeführt worden.

Dynamisches Wetter als systemisches Spielelement

Anders als in Battlefield 4, wo Wettereffekte überwiegend an die skriptbasierten Levolution-Ereignisse gekoppelt waren, ist dynamisches Wetter in Battlefield 1 auf jeder Mehrspielerkarte vertreten und tritt nach Zufallsprinzip auf. DICE beschreibt drei zentrale Ausprägungen mit jeweils eigenen Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Dichter Nebel reduziert die Sichtweite und verändert die Markierungsdistanz, was nach Angaben des Entwicklers vor allem die Wirksamkeit von Scharfschützen auf große Entfernung einschränkt. Regen verringert die Sichtweite nicht direkt, lenkt das Zielbild jedoch ab und verzerrt es. Sandstürme erschweren das Fliegen so stark, dass Flugzeuge faktisch am Boden bleiben.

Die Effekte sind kontextbezogen über die Schauplätze verteilt. So ist der Nebel in den Grabenkämpfen dichter und bodennäher angelegt, die Westfront wiederum stärker von schwerem Regen geprägt. Damit verfolgt das Studio eine visuelle und thematische Verbindung zwischen Schauplatz und Geschehen sowie eine höhere Wiederspielbarkeit durch wechselnde Kombinationen aus Wetter, Karte und Spielverlauf.

Levolution-Erbe und der Rückgriff auf freiere Zerstörung

Die Zerstörungsmechanik von Frostbite 3 wurde mit Battlefield 4 unter der Bezeichnung Levolution eingeführt und umfasst Eingriffe in die Karte, deren Wirkung vom unmittelbaren Umfeld bis zur gesamten Karte reicht. Battlefield 1 greift diese Grundlage auf und verbindet großflächige Ereignisse mit einer kleinteiligeren Zerstörbarkeit von Gebäuden und Deckung, wie sie für die Reihe seit der Bad-Company-Ära kennzeichnend war.

Frostbite bleibt dabei eine ausschließlich intern bei Electronic Arts genutzte Engine-Plattform. Sie wird nicht an externe Studios lizenziert, sondern von einer Vielzahl konzerneigener Teams eingesetzt, darunter Shooter wie Battlefield und Star Wars Battlefront, Sportreihen wie FIFA und Madden NFL sowie das Action-Rollenspiel Dragon Age: Inquisition. Battlefield 1 dient in diesem Verbund als technischer Referenztitel für die systemische Verzahnung von Wetter und Zerstörung innerhalb von Frostbite 3.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein