DirectStorage 1.0 erreicht allgemeine Verfügbarkeit auf dem PC

Das DirectStorage SDK für Windows hat die allgemeine Verfügbarkeit erreicht. Im DirectX Developer Blog gab Microsoft am 7. September 2022 die Freigabe der API für alle Partner bekannt, nachdem die Schnittstelle zuvor eine Developer-Preview durchlaufen hatte. Spielentwickler können DirectStorage damit produktiv in ihre Windows-Titel integrieren und ausliefern. Das Paket wird über NuGet als Redistributable bereitgestellt, Beispiele und Dokumentation liegen im zugehörigen GitHub-Repository.

Ziel der Schnittstelle ist es, die Bandbreite moderner NVMe-SSDs auf dem PC besser auszuschöpfen und die Ladezeiten von Spielen zu senken. Anstatt I/O-Anfragen einzeln zu verarbeiten, bündelt DirectStorage viele Lesevorgänge und lässt sie parallel laufen. So kann eine NVMe-SSD ihre tatsächliche Leistung erreichen, die mit klassischen Speicher-APIs häufig ungenutzt bleibt. Wie viel Reserve in aktuellen Laufwerken steckt, zeigt etwa der Test der Lexar NM990 mit PCIe 5.0. Microsoft bezeichnet die Freigabe als Beginn einer Phase mit schnelleren Ladezeiten und detailreicheren Welten in PC-Spielen.

Von der Xbox Series auf den PC

DirectStorage stammt aus der Xbox Velocity Architecture, die Microsoft als zentrales Element der Speicher- und Streaming-Auslegung von Xbox Series X und Series S vorgestellt hatte. Auf der Konsole werden Teile der Speicherlast in Hardware ausgelagert, etwa über die NVMe-Hardware-Queue zur Verwaltung der I/O-Vorgänge sowie über hardwarebeschleunigte Dekompression. Genau auf diese Architektur setzen auch die offiziellen Speichererweiterungen der Konsole, wie der Test der WD_BLACK C50 mit 2 TB zeigt. Mit dem PC-Release überführt Microsoft dieses Konzept als API der DirectX-Familie auf Windows. Die Schnittstelle ist mit Windows 10 kompatibel, Windows 11 bringt die jüngsten Speicheroptimierungen bereits mit und gilt für Microsoft als bevorzugter Weg für Spiele.

Was Entwickler jetzt einsetzen können

Mit der allgemeinen Verfügbarkeit ist DirectStorage nicht mehr auf einen Preview-Kreis beschränkt, sondern steht allen Partnern zum Ausliefern offen. Die Installation von Spielen auf einer NVMe-SSD maximiert laut Microsoft die I/O-Leistung und macht den Nutzen der Schnittstelle am deutlichsten sichtbar. Eine GPU-basierte Dekompression nennt Microsoft als nächsten Schritt der Roadmap, der Entwicklern mehr Kontrolle über Ressourcen und die Nutzung der Hardware geben soll. Diese Funktion folgt erst in einer späteren SDK-Version. Die vollständige Ankündigung samt Hinweisen zu Paketen und Werkzeugen ist im DirectX Developer Blog zu finden.

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