Nintendo hat am 8. Mai 2026 den Jahresabschluss zum 31. März 2026 vorgelegt und damit die Bilanz des ersten vollen Geschäftsjahres mit der Switch 2 gezogen. Die im Juni 2025 eingeführte Konsole erreichte zum Stichtag einen kumulierten Absatz von 19,86 Millionen Einheiten und übertraf damit die zuletzt von Nintendo selbst ausgegebene Prognose von rund 19 Millionen Stück. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 98,6 Prozent auf 2.313,1 Milliarden Yen. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 27,5 Prozent auf 360,1 Milliarden Yen, der den Anteilseignern zuzurechnende Periodengewinn legte um 52,1 Prozent auf 424,1 Milliarden Yen zu.
Hardware: Switch 2 trägt das Geschäftsjahr, originale Switch bei 155,92 Millionen
Die 19,86 Millionen abgesetzten Switch 2 stehen für den Großteil des Umsatzsprungs. Der Wert liegt oberhalb der eigenen Erwartung und markiert einen schnelleren Start als bei der ersten Switch im vergleichbaren Zeitraum. Parallel dazu erreichte die ursprüngliche Switch zum Stichtag einen kumulierten Absatz von 155,92 Millionen Einheiten. Die Plattform der ersten Generation läuft damit aus. Sie trägt im Berichtsjahr kaum noch zum Volumen bei, weil Vertrieb und Software-Pipeline auf das Nachfolgesystem ausgerichtet sind. Nach dem Marktstart im Juni nahm die Switch 2 laut Nintendo einen guten Verlauf, und die Nachfrage blieb über das gesamte Geschäftsjahr hinweg hoch.
Software: Mario Kart World bei 14,70 Millionen, Donkey Kong Bananza bei 4,52 Millionen
Das parallel zur Hardware veröffentlichte Mario Kart World setzte 14,70 Millionen Einheiten ab, einschließlich der Verkäufe über Bundles. Der im Juli 2025 erschienene Titel Donkey Kong Bananza kam auf 4,52 Millionen Einheiten. Insgesamt verkaufte Nintendo im Geschäftsjahr 48,71 Millionen Switch-2-Softwareeinheiten. Diese hohe Anbindungsrate der Erstkäufer an das Launch-Lineup zählt zu den zentralen Treibern der Ergebnisentwicklung, da Software höhere Margen liefert als die zum Marktstart eng kalkulierte Hardware. Eine über Plan liegende Hardware-Basis und ein Software-Portfolio mit hohen Stückzahlen brachten so die nahezu verdoppelten Konzernerlöse des ersten vollen Switch-2-Jahres. Wie stark einzelne Studios und Plattformen aktuell um eben solche Verkaufszahlen ringen, zeigte zuletzt das Programm der gamescom dev 2026. Auch die Konkurrenz spürt den Druck der großen Zahlen, etwa als Microsoft sich im Aktionärsstreit um die Activision-Blizzard-Übernahme auf eine Zahlung von 250 Millionen US-Dollar einließ.