Start Entwicklung RealityCapture 1.4: Epic macht das Photogrammetrie-Tool für Studios unter 1 Mio. USD Umsatz kostenlos

RealityCapture 1.4: Epic macht das Photogrammetrie-Tool für Studios unter 1 Mio. USD Umsatz kostenlos

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RealityCapture 1.4: Epic macht das Photogrammetrie-Tool für Studios unter 1 Mio. USD Umsatz kostenlos
RealityCapture 1.4: Epic macht das Photogrammetrie-Tool für Studios unter 1 Mio. USD Umsatz kostenlos - offizielles Motiv - Bild: offizielle Quelle

Epic Games hat am 23. April 2024 RealityCapture 1.4 veröffentlicht und damit das Preismodell der Photogrammetrie-Software grundlegend umgestellt. Studierende, Bildungseinrichtungen, Hobbyisten sowie Unternehmen mit einem jährlichen Bruttoumsatz von unter 1 Million US-Dollar nutzen das Werkzeug künftig kostenlos. Firmen oberhalb dieser Schwelle zahlen 1.250 US-Dollar pro Nutzer und Jahr. Damit endet das bisherige kreditbasierte Pay-per-Input-Modell, bei dem Anwender pro verarbeitetem Eingabebild oder Laserscan bezahlten.

RealityCapture erzeugt aus Fotoserien und Laserscans präzise, dreiecksbasierte Meshes realer Objekte, von Personen und Requisiten bis zu kompletten Umgebungen. Die Verarbeitung setzt eine CUDA-fähige Nvidia-GPU voraus und läuft auch auf vergleichsweise schwacher Hardware. Die Installation erfolgt nun direkt über den Epic Games Launcher, der Erwerb zusätzlicher Lizenzen über das Epic Developer Portal im Self-Service. Bestandskunden mit ungenutzten PPI-Krediten können diese noch zwölf Monate ab dem Veröffentlichungstag einlösen und laufende PPI-Projekte bei bestehender Internetverbindung weiter öffnen.

Vom Pay-per-Input zum Pauschalmodell

Das alte Abrechnungsverfahren verlangte eine Zahlung für jedes verarbeitete Eingabebild. Das machte die Kosten unkalkulierbar und verteuerte vor allem datenintensive Scanvorhaben. Die kostenlose Stufe unterhalb von 1 Million US-Dollar Umsatz beseitigt diese variable Hürde für kleinere Studios und einzelne Artists. Oberhalb der Schwelle gilt der Pauschalpreis von 1.250 US-Dollar pro Nutzer und Jahr. Alternativ steckt RealityCapture für 1.850 US-Dollar pro Nutzer und Jahr im Unreal-Abonnement, das zusätzlich die Unreal Engine und Twinmotion umfasst und ebenfalls erst ab 1 Million US-Dollar Umsatz fällig wird.

Photogrammetrie als Einstieg ins Unreal-Ökosystem

Die wirtschaftliche Logik hinter dem Schritt folgt dem Muster, mit dem Epic die Unreal Engine selbst etabliert hat: kostenfreier Zugang für kleine Akteure, Lizenzgebühren erst bei kommerziellem Erfolg. Reale 3D-Scans werden so für Indie-Entwickler ohne Eintrittskosten verfügbar, und die Integration in Epic Games Launcher und Developer Portal hält die Anwender innerhalb der Plattform. Die enge Kopplung an Unreal Engine und das 2019 übernommene Twinmotion verknüpft die Photogrammetrie-Pipeline mit Epics übriger Werkzeugkette. Wer reale Objekte einscannt, findet den direkten Weg in eine Echtzeit-Engine vor, für die Epic ab der Umsatzschwelle wiederum Abonnements verkauft. Photogrammetrie wird so zum Einstiegspunkt, der einen Verbleib im Ökosystem ökonomisch nahelegt.

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