Konami hat am 4. Februar 2025 die konsolidierten Ergebnisse für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres zum 31. März 2025 vorgelegt. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2024 weist der japanische Konzern einen Gesamtumsatz von 310,8 Milliarden Yen aus, ein Plus von 22,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Betriebsgewinn stieg um 45,5 Prozent auf 86,7 Milliarden Yen. Der den Anteilseignern zurechenbare Periodengewinn legte um 41,8 Prozent auf 63,1 Milliarden Yen zu. Damit erreicht der Anbieter die höchsten Werte seiner Unternehmensgeschichte für einen Neun-Monats-Zeitraum.
Digital Entertainment trägt den Konzern
Den größten Beitrag liefert das Segment Digital Entertainment, das Konsolen-, PC- und Mobile-Spiele bündelt. Der Umsatz dieser Sparte erreichte 228,9 Milliarden Yen, ein Zuwachs von 32 Prozent. Damit steuert das Segment rund 73,7 Prozent zum Konzernergebnis bei und bleibt die zentrale Ertragsquelle des Unternehmens. Als Treiber nennt Konami die Fußballreihe eFootball, die nach Unternehmensangaben weltweit über 800 Millionen Downloads über PC, Konsole und Mobile überschritten hat, sowie die Sportlinien Professional Baseball Spirits und eBaseball Powerful Pro Baseball. Hinzu kommt das im Oktober 2024 veröffentlichte Remake von Silent Hill 2, das laut Bericht bis Januar 2025 mehr als zwei Millionen ausgelieferte Exemplare erreichte.
Strategie zwischen Remake und Live-Service
Die Zahlen zeigen ein zweigleisiges Vorgehen. Auf der einen Seite reaktiviert Konami etablierte Marken über hochwertige Neuauflagen. Das Silent-Hill-2-Remake dient hier als Beispiel und erzeugt kurzfristig planbare Verkaufserlöse. Auf der anderen Seite stehen dauerhaft betriebene Live-Service-Titel wie eFootball, deren Free-to-Play-Modell auf wiederkehrende Umsätze über In-Game-Käufe ausgerichtet ist und eine breite installierte Basis aufbaut. Die hohe Marge des Segments spiegelt sich im Betriebsgewinn, der stärker zulegte als der Umsatz. Auf Basis der Neun-Monats-Entwicklung hob Konami die Jahresprognose an und erwartet für das volle Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 412 Milliarden Yen sowie einen Betriebsgewinn von etwa 100 Milliarden Yen.
Hinter dem aktuellen Höhenflug liegt allerdings auch eine wechselvolle Geschichte. Vor einigen Jahren stand das Unternehmen wegen schwerer Vorwürfe rund um eine angebliche Mitarbeiter-Blacklist in der Kritik. Der nun gemeldete Rekord fällt in eine Phase, in der Konami mit Neuauflagen klassischer Reihen und seinem Mobile-Geschäft wieder spürbar an Boden gewinnt.
