Microsoft hat am 25. Oktober 2022 die Zahlen für das erste Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2023 vorgelegt, das zum 30. September 2022 endete. Im Gaming-Bereich legte der Umsatz um 4 Prozent zu. Getragen wurde das Wachstum von der Xbox-Hardware, deren Erlöse um 13 Prozent stiegen. Der Bereich Xbox Content und Services gab dagegen um 3 Prozent nach, in konstanten Wechselkursen ergab sich hier ein Plus von 1 Prozent.
Hardware trägt das Quartal
Das Plus von 13 Prozent bei der Hardware führt Microsoft auf die Verkäufe der Konsolen Xbox Series X und Series S sowie auf zugehöriges Zubehör zurück. Diese Entwicklung kompensierte den Rückgang im wiederkehrenden Geschäft und sorgte unterm Strich für das Gaming-Wachstum von 4 Prozent. Die Gaming-Erlöse sind Teil des Segments More Personal Computing, das in der Berichtswährung leicht zurückging und in konstanten Wechselkursen um 3 Prozent zulegte. Der starke US-Dollar belastete im Berichtszeitraum mehrere Geschäftsfelder des Konzerns und erklärt die Differenz zwischen ausgewiesenen und währungsbereinigten Werten.
Content und Services unter Vorjahresvergleich
Der Rückgang von 3 Prozent bei Xbox Content und Services geht laut Microsoft auf ein schwächeres Angebot an First-Party-Inhalten im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück. In konstanten Wechselkursen blieb der Bereich mit plus 1 Prozent knapp im positiven Bereich, woran sich der Einfluss der Wechselkurseffekte auf die ausgewiesene Zahl ablesen lässt. Innerhalb des Gaming-Geschäfts verschob sich das Verhältnis im Quartal damit in Richtung Hardware, während die Erlöse aus Inhalten und Diensten stagnierten. Wie stark einzelne Marken zur Bilanz beitrugen, zeigte sich später noch deutlicher: Auswertungen legten nahe, dass Activision-Blizzard das Xbox-Geschäft gestützt haben soll.
Quartal vor dem Activision-Blizzard-Abschluss
Die Zahlen fielen in eine Phase, in der die geplante Übernahme von Activision Blizzard noch von mehreren Wettbewerbsbehörden geprüft wurde. Eine Konsolidierung der Activision-Blizzard-Erlöse in die Gaming-Sparte erfolgte zu diesem Zeitpunkt nicht und kam erst nach Abschluss des Verfahrens zustande. Das Quartal bildet damit den Stand des Gaming-Geschäfts vor der späteren Integration ab und zeigt eine von Hardware getragene Umsatzentwicklung bei zugleich rückläufigen Content- und Services-Erlösen. Wie Microsoft die so gewachsene Sparte organisatorisch aufstellen könnte, blieb in den folgenden Jahren Thema, etwa als Berichte über eine mögliche neue Struktur für die Gaming-Sparte aufkamen.
