Razer hat am 28. August 2024 den Wolverine V3 Pro angekündigt, den nach Herstellerangaben ersten kabellosen, von Xbox lizenzierten eSports-Controller des Unternehmens. Das Pad kostet 199,99 USD beziehungsweise 229,99 Euro und liegt damit klar im Premiumsegment. Daneben stellte Razer eine kabelgebundene Tournament Edition zu 99,99 USD respektive 119,99 Euro vor.
Die Funkanbindung erfolgt per Razer HyperSpeed Wireless über einen 2,4-GHz-USB-Dongle. Im kabelgebundenen PC Tournament Mode erreicht der Controller eine Abtastrate von 1000 Hz. Als Eingabeelemente verbaut Razer Hall-Effect-Analogsticks mit einstellbarer Empfindlichkeit und Deadzone, dazu Mecha-Tactile-Buttons und ein achtwegiges schwebendes D-Pad. Der Lieferumfang umfasst Transporttasche, Wechsel-Stickkappen, den Funk-Dongle und ein zehn Fuß langes Kabel.
Vier Maus-Klick-Paddles und HyperTriggers mit zwei Modi
Auf der Rückseite sitzen vier Paddles mit Maus-Klick-Charakteristik, ergänzt um zwei zusätzliche Claw-Grip-Bumper. Die Pro HyperTriggers lassen sich zwischen zwei Betriebsarten umschalten: einer Maus-Klick-Auslösung ohne Wegweg für sofortige Schüsse sowie einer analogen Vollwegsteuerung. Haptisches Feedback ist integriert. Konfiguriert wird der Controller über die Razer Controller App. Entwickelt wurde der V3 Pro mit Eric „Snip3down“ Wrona, den Razer als zweifachen X-Games-Medaillengewinner und 24-fachen Halo-Champion führt.
Was der Preispunkt für den Pro-Controller-Markt bedeutet
Mit 199,99 USD liegt der Wolverine V3 Pro auf dem Preisniveau des Xbox Elite Wireless Controller Series 2 und etablierter Anbieter wie Scuf. Den Unterschied macht die Kombination aus drahtloser Xbox-Anbindung, Hall-Effect-Sticks gegen Stick-Drift und vier Maus-Klick-Paddles in einem einzigen lizenzierten Gerät. Für Microsoft bleibt der Markt der Profi-Pads ein Lizenzgeschäft, das die Plattform ohne eigene Hardwarekosten im oberen Preissegment besetzt. Hall-Effect-Technik trugen Drittanbieter bislang vor allem aus ihrem eigenen Segment in das offizielle Xbox-Programm. Dass Razer sie nun in einem lizenzierten Pad anbietet, dürfte den Druck auf die hauseigene Elite-Reihe erhöhen.
