RØDE NT1 5th Generation: Studiomikrofon kombiniert XLR, USB-C und 32-Bit-Float

RØDE hat am 20. Februar 2023 die fünfte Generation des Studiomikrofons NT1 vorgestellt. Die offizielle Produktseite beschreibt ein Modell, das einen analogen XLR-Ausgang und einen digitalen USB-C-Anschluss in einem Gehäuse verbindet. Die unverbindliche Preisempfehlung lag zum Marktstart bei 249 US-Dollar, die Auslieferung war für März 2023 vorgesehen.

Über XLR lässt sich das Mikrofon klassisch an ein Audiointerface oder einen Mixer anschließen. USB-C führt dagegen direkt in den Rechner und macht ein separates Interface für die Aufnahme nicht zwingend erforderlich. Beide Anschlüsse sind als Alternativen ausgelegt und können laut Hersteller nicht gleichzeitig genutzt werden.

32-Bit-Float-Aufnahmen ohne klassisches Clipping

Der digitale Signalweg arbeitet mit 32-Bit-Float und einer Abtastrate von bis zu 192 kHz. Das Gleitkommaformat bietet einen großen Dynamikbereich. Zu hoch aufgezeichnete Pegel können in der Nachbearbeitung abgesenkt werden, ohne dass die Aufnahme wie bei einer herkömmlichen Übersteuerung dauerhaft verzerrt ist. Für Sprachaufnahmen, Livestreams und die Produktion von Videomaterial reduziert das den Aufwand bei der Pegelkontrolle.

RØDE integriert außerdem eine Signalverarbeitung mit APHEX-Effekten. Über die RØDE-Central-Software lassen sich unter anderem Kompressor, Hochpassfilter und Noise Gate konfigurieren. Die Bearbeitung kann damit bereits vor der Aufnahme erfolgen, während das Rohsignal weiterhin für spätere Arbeitsschritte verfügbar bleibt.

HF6-Kapsel und Einsatz im Gaming-Umfeld

Als Wandler kommt eine ein Zoll große HF6-Kapsel mit Nierencharakteristik zum Einsatz. RØDE nennt ein Eigenrauschen von 4 dBA, einen maximalen Schalldruckpegel von 142 dB und eine goldbedampfte Membran. Das Mikrofon richtet sich damit sowohl an klassische Sprach- und Gesangsaufnahmen als auch an Streaming- und Produktionsarbeitsplätze, an denen ein unkomplizierter Wechsel zwischen analogem und digitalem Signalweg gefragt ist.

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