AMD bringt Radeon RX 7900 GRE weltweit für 549 US-Dollar: Navi-31-Variante verlässt den China-Exklusivmarkt

AMD hat am 26. Februar 2024 die weltweite Verfügbarkeit der Radeon RX 7900 GRE bekannt gegeben. Das Kürzel GRE steht für Golden Rabbit Edition. Die Grafikkarte war seit Juli 2023 zunächst nur in China im Handel und wird ab dem 27. Februar 2024 auch außerhalb des chinesischen Marktes angeboten. Der empfohlene Verkaufspreis für die USA liegt bei 549 US-Dollar.

Technisch basiert die Karte auf einer beschnittenen Variante des Navi-31-Chips aus der RDNA-3-Architektur. AMD aktiviert 80 Compute Units, was 5120 Stream-Prozessoren entspricht. Die Speicherausstattung umfasst 16 GB GDDR6 an einem 256 Bit breiten Interface. Die Platinenleistung (Total Board Power) gibt AMD mit 260 Watt an. Im Produktportfolio steht die RX 7900 GRE damit zwischen der Radeon RX 7800 XT und der Radeon RX 7900 XT. Laut Hersteller adressiert sie Gaming in 1440p und 4K.

Vom China-Modell zur globalen Karte

Die Geschichte des Modells zeigt, wie AMD regionale Märkte nutzt, um Chips gestaffelt zu verwerten. Die GRE-Variante setzt auf Navi-31-Dies, die die Anforderungen für die höher positionierten Modelle RX 7900 XT und RX 7900 XTX nicht erfüllen. Der zunächst auf China begrenzte Vertrieb ab Juli 2023 war zeitlich an das chinesische Jahr des Hasen angelehnt. So konnte AMD diese Teilausbeute in einem abgegrenzten Absatzgebiet platzieren, ohne das globale Preisgefüge der eigenen Produktlinie sofort zu berühren. Die nun erfolgte weltweite Freigabe spricht für eine ausreichende Verfügbarkeit entsprechender Chips und für die Absicht, eine Lücke im Portfolio zwischen dem 1440p- und dem Einstiegs-4K-Segment zu schließen.

Preiskampf im Mittelfeld gegen NVIDIA

Mit dem Preispunkt von 549 US-Dollar positioniert AMD die RX 7900 GRE direkt gegen NVIDIAs GeForce RTX 4070, die mit der Einführung der Super-Serie ebenfalls auf 549 US-Dollar gesenkt wurde, sowie gegen die RTX 4070 Super. Der größere Speicherausbau von 16 GB gegenüber den 12 GB der konkurrierenden NVIDIA-Modelle ist hier ein zentrales Verkaufsargument. Die auf 260 Watt begrenzte Platinenleistung gilt allerdings als limitierender Faktor: Sie rückt die Leistung trotz deutlich höherer Recheneinheiten näher an die RX 7800 XT, als es die reine Hardwareausstattung vermuten ließe. Wer den Wert solcher Karten gegen eine fertige Konsole abwägt, findet in unserem PC-Kostenvergleich zur Xbox Series X einen Anhaltspunkt. Die globale Verfügbarkeit verschärft den Wettbewerb im preissensiblen 1440p- und 4K-Mittelfeld, das für beide Hersteller hohe Stückzahlen verspricht.

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