Microsoft hat am 30. Januar 2024 die Zahlen zum zweiten Quartal des Fiskaljahres 2024 vorgelegt. Im Gaming-Geschäft stieg der Umsatz im Quartal bis zum 31. Dezember 2023 um 2,4 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das war das erste volle Quartal, in dem Activision Blizzard in der Bilanz berücksichtigt wurde.
Xbox Content and Services legte um 61 Prozent zu, in konstanter Währung um 60 Prozent. Microsoft bezifferte den Nettoeffekt der Activision-Blizzard-Übernahme auf 55 Prozentpunkte dieses Wachstums. Die Xbox-Hardware-Umsätze stiegen dagegen nur um 3 Prozent.
Activision verschiebt die Umsatzstruktur
Mit Call of Duty, Diablo, Overwatch und Candy Crush flossen erstmals die Erlöse des gesamten Activision-Blizzard-Konzerns in ein volles Microsoft-Quartal ein. Der Abstand zwischen Content and Services und Hardware zeigt, dass wiederkehrende Erlöse aus Spielen, In-Game-Käufen und Abonnements für die Xbox-Sparte wichtiger sind als der Verkauf einzelner Konsolen.
Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte Microsoft Activision Blizzard noch nicht konsolidiert. Ein Teil des Anstiegs ist deshalb direkt auf die Übernahme zurückzuführen. Für die weitere Entwicklung sind die folgenden Quartale aussagekräftiger, weil sich dann der organische Beitrag von Call of Duty und den übrigen Marken besser ablesen lässt. Einen Rückblick auf frühere Zahlen bietet der Microsoft-Bericht zum Geschäftsjahr 2023.
