NVIDIA startet die RTX 40-Serie: RTX 4090 mit Ada Lovelace und DLSS 3 ab 1.599 Dollar

NVIDIA hat auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz GTC am 20. September 2022 die GeForce RTX 40-Serie auf Basis der Ada-Lovelace-Architektur angekündigt. Den Auftakt bildet die GeForce RTX 4090, die ab dem 12. Oktober 2022 zu einem Listenpreis von 1.599 US-Dollar verfügbar ist. Ergänzt wird das Lineup zum Start durch zwei als GeForce RTX 4080 geführte Modelle mit 16 GB für 1.199 US-Dollar und mit 12 GB für 899 US-Dollar, die im November 2022 folgen sollen.

Die RTX 4090 verfügt nach Herstellerangaben über 16.384 CUDA-Kerne und 24 GB GDDR6X-Speicher. NVIDIA beziffert die Leistung bei gleicher Leistungsaufnahme mit dem Zweifachen der GeForce RTX 3090 Ti. Das 16-GB-Modell der RTX 4080 bringt 9.728 CUDA-Kerne mit, die 12-GB-Variante 7.680 CUDA-Kerne. Gefertigt werden die Chips in einem für NVIDIA angepassten 4N-Prozess von TSMC mit bis zu 76 Milliarden Transistoren.

Ada Lovelace mit dritter RT- und vierter Tensor-Generation

Die Architektur setzt auf Ray-Tracing-Kerne der dritten Generation, deren RT-TFLOP-Spitzenleistung NVIDIA mit dem 2,8-Fachen gegenüber dem Vorgänger Ampere angibt. Die Tensor-Kerne der vierten Generation unterstützen erstmals das FP8-Format. Insgesamt verspricht der Hersteller bei gleicher Leistungsaufnahme über die doppelte Performance im Vergleich zu Ampere. Für Spieleentwickler relevant ist vor allem die Kombination aus stärkerer Strahlverfolgung in Hardware und KI-gestützter Bildberechnung, die vollständig pfadverfolgte Szenen in Echtzeit ermöglichen soll. Wohin diese Rechenleistung neben der reinen Bildberechnung sonst noch fließen kann, zeigen spätere Projekte wie das NVIDIA ACE Game Agent SDK für die Unreal Engine 5.

DLSS 3 mit Frame Generation und bis zu vierfacher Leistung

Zentrales Software-Element ist DLSS 3 mit der neuen Frame Generation. Anders als bisherige Verfahren, die ausschließlich Pixel hochskalieren, berechnet die Technik mithilfe eines dedizierten Optical Flow Accelerators vollständig neue Zwischenbilder. NVIDIA stellt in vollständig pfadverfolgten Titeln eine bis zu vierfache Leistung gegenüber nativer Berechnung in Aussicht. Als Referenztitel nennt der Hersteller Portal with RTX, das Technikprojekt NVIDIA Racer RTX sowie den Overdrive-Modus von Cyberpunk 2077. Der Start der RTX 40-Serie markiert den Beginn einer breiteren Verlagerung der Bildberechnung von klassischer Rasterisierung hin zu KI-gestütztem Rendering für PC-Spieleentwickler, eine Entwicklung, die sich später etwa in NVIDIAs RTX- und KI-Initiativen mit Partnern wie KRAFTON und Riot Games fortsetzt.

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