Game Pass Ultimate: 50 Prozent Preiserhöhung auf 29,99 US-Dollar

Xbox hat am 1. Oktober 2025 eine umfassende Neuordnung von Game Pass angekündigt, deren auffälligstes Element die Anhebung des Spitzenabos Game Pass Ultimate von 19,99 auf 29,99 US-Dollar pro Monat ist. Das entspricht einem Aufschlag von 50 Prozent. Für Neukunden gilt der Preis ab Ankündigungstag, bestehende Ultimate-Abonnenten werden zum 4. November 2025 auf die neue Konditionsstruktur überführt. Begründet wird der Schritt mit einem erweiterten Katalog, zusätzlichen Partnerinhalten und einer überarbeiteten Cloud-Gaming-Infrastruktur.

Mit der Umstellung erhalten die Stufen neue Bezeichnungen. Das frühere Game Pass Core firmiert nun als Essential zu 9,99 US-Dollar, aus Game Pass Standard wird Premium zu 14,99 US-Dollar. PC Game Pass steigt parallel von 11,99 auf 16,49 US-Dollar. Die Dreistufigkeit aus Essential, Premium und Ultimate soll laut Xbox mehr Auswahl abbilden. Der Abstand zwischen Einstiegs- und Spitzenangebot wächst damit allerdings deutlich.

Was Ultimate künftig enthält

Zur Rechtfertigung des höheren Preises bündelt Xbox in Ultimate mehrere zuvor separat berechnete Leistungen. Aufgenommen wird der Katalog von Ubisoft+ Classics, der Zugriff auf eine Auswahl von Ubisoft-Titeln gewährt. Das Timing fällt in eine angespannte Phase des Partners, der zuletzt mit weiteren Entlassungen Schlagzeilen machte. Hinzu kommt ab November die Fortnite Crew, die regulär mit 11,99 US-Dollar monatlich zu Buche schlägt und monatliche Skins sowie V-Bucks umfasst. Das Cloud-Gaming wird auf eine Ausgabe mit bis zu 1440p Auflösung, höherer Bitrate und vorrangiger Warteschlangenposition gehoben.

Beim Kerninhalt des Abomodells stellt Xbox für Ultimate mehr als 75 Day-One-Titel pro Jahr in Aussicht, einschließlich eigener Veröffentlichungen. Offen bleibt, zu welchen Konditionen Studios und Publisher ihre Titel zum Erscheinungstermin in das Abo geben und wie sich die zusätzlichen Partnerinhalte auf die Lizenzkosten auswirken.

Die Preisanhebung um die Hälfte verlagert das Wertversprechen von Ultimate spürbar in Richtung gebündelter Drittanbieterleistungen. Wer Fortnite Crew und Ubisoft-Inhalte ohnehin nutzt, kann den Aufschlag rechnerisch decken. Abonnenten ohne Interesse an diesen Bestandteilen tragen dagegen einen reinen Preisaufschlag. Ob das Modell trägt, hängt davon ab, ob die höheren Einnahmen die Kosten für Day-One-Deals, Partnerintegrationen und den Cloud-Ausbau übersteigen.

Für Entwickler und Publisher hat die Bündelung zwei Seiten. Die Aufnahme weiterer Kataloge erweitert die Reichweite, gleichzeitig konkurrieren mehr Inhalte um dasselbe Ausschüttungsvolumen. Die Preisrunde fällt zudem in eine Zeit, in der Microsoft eine neue Struktur für die Gaming-Sparte prüfen soll. Wie stark die kräftige Verteuerung des Spitzenabos die Monetarisierung verändert, dürfte sich an der Entwicklung der Abonnentenzahlen und an den Konditionen für eingebundene Studios zeigen.

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