Die Sony Group Corporation hat am 8. Mai 2026 die Konzernzahlen für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31. März 2026) vorgelegt. Das Segment Game & Network Services (G&NS) erreichte ein operatives Ergebnis von 463,3 Milliarden Yen und damit den höchsten Wert in der Segmentgeschichte. Im Vorjahr lag das operative Ergebnis bei 414,8 Milliarden Yen, was einem Zuwachs von 48,4 Milliarden Yen entspricht. Der Umsatz stieg leicht von 4.670,0 auf 4.685,7 Milliarden Yen.
Das Rekordergebnis fiel an, obwohl Sony im Berichtszeitraum erneut Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Tochter Bungie verbuchte. Nach Angaben aus dem Präsentationsmaterial entfielen 120,1 Milliarden Yen auf Abschreibungen gegen immaterielle und sonstige Vermögenswerte von Bungie. Hinzu kamen 18,3 Milliarden Yen aus einer Korrektur zuvor aktivierter Entwicklungskosten. Beide Posten wurden im Geschäftsjahr 2025 erfasst. Es handelt sich um die zweite Abschreibungsrunde rund um das übernommene Studio. Ohne diese Abschreibungen hätte das operative Ergebnis des Segments auf Yen-Basis um rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt, so Sony.
PS5 erreicht 93,7 Millionen Einheiten
Zum Stichtag 31. März 2026 summierten sich die kumulierten PS5-Auslieferungen auf 93,7 Millionen Einheiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lieferte Sony 16,0 Millionen Konsolen aus. Schwach fiel das Schlussquartal von Januar bis März 2026 aus, in dem nur 1,5 Millionen Einheiten das Lager verließen. Im Vorjahresquartal waren es noch 2,8 Millionen Einheiten, ein Rückgang von annähernd 50 Prozent. Sony erklärte, die PS5-Hardwareverkäufe im Geschäftsjahr 2026 am Volumen verfügbaren Speichers zu angemessenen Preisen auszurichten und rechnet für die Hardware mit einer im Wesentlichen unveränderten Profitabilität. Auf der Gegenseite hatte Microsoft jüngst gemeldet, dass die Xbox Series X|S erstmals profitabel arbeitet, wenn auch bei deutlich geringeren Stückzahlen.
Auf der Nutzerseite blieb das Engagement stabil. Die Monthly Active Users lagen im März bei 125 Millionen und damit ein Prozent über dem Vorjahreswert. Im Schlussquartal wurden 74,6 Millionen Spieltitel für PS5 und PS4 erworben, davon 5,8 Millionen First-Party-Titel. Den Ergebnisanstieg im G&NS-Segment trugen laut Sony unter anderem höhere Umsätze mit First-Party- und Drittanbieter-Software, während rückläufige Stückzahlen den Hardwareumsatz dämpften.
Konzernergebnis und Ausblick
Auf Konzernebene wies Sony für das Geschäftsjahr 2025 aus fortgeführten Geschäftsbereichen ein operatives Ergebnis von 1.447,5 Milliarden Yen aus, nach 1.276,6 Milliarden Yen im Vorjahr. Die operative Marge stieg von 10,6 auf 11,6 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert der Konzern ein operatives Ergebnis von 1.600 Milliarden Yen bei einer Marge von 13,0 Prozent, wobei der Anstieg unter anderem auf ein höheres operatives Ergebnis im G&NS-Segment zurückgeführt wird. Dass auch andere Branchengrößen ihre Studiostrategie überdenken, zeigte zuletzt Netflix mit der Schließung seines Team-Blue-Studios. Sony wies darauf hin, dass weitere Verluste teils bereits im Geschäftsjahr 2025 erfasst wurden und teils im Geschäftsjahr 2026 erwartet werden, wobei diese in der Ergebnisprognose berücksichtigt sind.