Sony Q1 FY2024: Game-Sparte wächst auf 864,9 Mrd. Yen, getrieben von First-Party-Software und PlayStation Plus

Die Sony Group Corporation hat am 7. August 2024 ihre Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres FY2024 (Drei-Monats-Zeitraum bis zum 30. Juni 2024) vorgelegt. Das Segment Game & Network Services (G&NS), das die PlayStation-Plattform bündelt, kam auf einen Umsatz von 864,9 Mrd. Yen. Im Vorjahresquartal waren es 771,9 Mrd. Yen. Das ist ein Plus von 93,0 Mrd. Yen oder rund 12 Prozent. Von diesem Zuwachs entfielen 85,5 Mrd. Yen auf Wechselkurseffekte.

Das operative Ergebnis der Sparte stieg von 49,2 Mrd. Yen auf 65,2 Mrd. Yen. Das entspricht einem Anstieg um 16,0 Mrd. Yen beziehungsweise etwa 33 Prozent. Der Wechselkurseinfluss auf das operative Ergebnis fiel mit 1,4 Mrd. Yen vergleichsweise gering aus. Das bereinigte OIBDA legte um 19,8 Mrd. Yen zu, ein Plus von rund 26 Prozent. Damit zählte G&NS innerhalb der Sony-Gruppe neben Imaging & Sensing Solutions zu den stärksten Ergebnistreibern des Quartals.

Software und Netzwerkdienste stützen das Umsatzplus

Sony führt den Umsatzanstieg neben dem Währungseffekt auf zwei operative Faktoren zurück. Zum einen stiegen die Erlöse aus First-Party-Software, also den hauseigenen Spieletiteln. Zum anderen wuchsen die Einnahmen aus Netzwerkdiensten, vor allem aus dem Abonnement PlayStation Plus. Gegenläufig wirkte der Hardwarebereich. Hier verbuchte Sony rückläufige Umsätze infolge geringerer Stückzahlen bei der Konsolenhardware. Dieses Muster zieht sich durch die Mitte des PS5-Lebenszyklus, in der das Geräteplus an Dynamik verliert, während das margenstärkere Geschäft mit Software und Diensten an Gewicht gewinnt.

Für das operative Ergebnis nennt Sony denselben Mix als Begründung. Der Zuwachs bei der First-Party-Software wirkt sich überproportional auf die Marge aus, weil eigene Titel ohne Lizenzabgaben an Dritte kalkuliert werden. Der höhere Anteil von Software und Abonnements im Verhältnis zur margenschwachen Hardware verschiebt die Erlösstruktur der Sparte zugunsten wiederkehrender und digitaler Umsätze. Auf der anderen Seite der Branche zeigt sich eine ähnliche Bewegung: auch bei Xbox sinkt der Hardwareabsatz, während das Geschäft erstmals profitabel arbeitet.

G&NS treibt das Konzernergebnis

Auf Konzernebene meldete Sony einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 26,1 Mrd. Yen beziehungsweise 10 Prozent. Das Unternehmen benennt dabei ausdrücklich die deutlichen Ergebniszuwächse bei I&SS und G&NS als Treiber. Der Gesamtumsatz der Gruppe legte um 48,0 Mrd. Yen zu, gebremst durch einen kräftigen Rückgang im Segment Financial Services. Auf währungsbereinigter Basis sank der Konzernumsatz um rund 7 Prozent. Der ausgewiesene Zuwachs beruht damit wesentlich auf Wechselkursen. Die Zahlen sind Teil des bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Form 6-K, unterzeichnet von Hiroki Totoki, President, Chief Operating Officer und Chief Financial Officer. Wie Microsoft seine Konsolensparte im selben Spannungsfeld bilanziert, zeigt der Blick auf die jüngsten Microsoft-Zahlen zwischen Konsolenrückgang und Plattform-Strategie.

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