Activision Blizzard hat am 11. November 2015 mitgeteilt, dass Call of Duty: Black Ops III in den ersten drei Tagen nach dem weltweiten Start einen Sell-Through von mehr als 550 Millionen US-Dollar erreicht hat. Der von Treyarch entwickelte Titel kam am 6. November 2015 in den Handel. Nach Angaben des Publishers war es damit der umsatzstärkste Unterhaltungsstart des Jahres 2015 über alle Medien hinweg, einschließlich Kinostarts sowie Musik- und Buchveröffentlichungen.
Die Kennzahl bezieht sich auf den Sell-Through, also den Absatz an Endkunden, nicht auf die Auslieferung an den Handel. Activision Publishing verwies zudem auf die Nutzungsintensität: In den ersten drei Tagen entfielen mehr als 75 Millionen online gespielte Stunden auf den Titel. Eric Hirshberg, CEO von Activision Publishing, nannte den Start größer als jede Spiel-, Film- oder sonstige Unterhaltungsveröffentlichung des Jahres. Diese Aussage stützt sich auf interne Schätzungen des Unternehmens und ist nicht durch unabhängige Marktforschung belegt.
Digitaler Vertrieb gewinnt deutlich an Gewicht
Eine Verschiebung zeigte sich im Vertriebskanal. Laut Activision verdoppelte sich der digitale Absatz auf den Konsolen gegenüber dem Vorjahresstart nahezu. Auf der PlayStation 4 war Black Ops III nach Unternehmensangaben am ersten Tag das meistverkaufte digitale Vollpreisspiel nach Einheiten. Der wachsende Anteil digitaler Verkäufe ist für Publisher relevant, da Download-Umsätze in der Regel höhere Margen tragen als der physische Vertrieb über Zwischenhändler und Einzelhandel.
Black Ops III als erster Teil nur für die neue Konsolengeneration
Der Start fiel in eine Phase, in der die Reihe nach den Vorgängern Ghosts und Advanced Warfare unter Beobachtung stand. Black Ops III erschien als erster Hauptableger der Serie ohne Versionen für die vorangegangene Konsolengeneration in vollem Funktionsumfang und konzentrierte den Fokus auf PlayStation 4, Xbox One und PC. Die jährliche Call-of-Duty-Veröffentlichung trug damals eine tragende Umsatzsäule im Portfolio von Activision Blizzard. Eine vollständige Bewertung der finanziellen Wirkung ergibt sich erst aus den späteren Quartalsabschlüssen des Konzerns, in denen Umsatz und Marge nach Rechnungslegungsstandards ausgewiesen werden.
