Microsoft hat das Performance-Tuning- und Debugging-Werkzeug PIX on Windows in der Version 2308.30 am 1. September 2023 veröffentlicht. Die Ausgabe konzentriert sich auf aktualisierte Hardware-Plugins für GPUs von AMD und NVIDIA sowie auf eine Reihe von Fehlerkorrekturen in den Modulen für GPU- und Timing-Captures. Funktional bleibt die Version auf dem Stand des vorherigen Haupt-Releases 2305.10 und ergänzt diesen um die genannten Plugin-Updates und Korrekturen. Wie das eng verzahnte Microsoft Game Development Kit gehört PIX zu den Werkzeugen, die Microsoft in regelmäßigen Abständen pflegt. Das Tool steht über die offizielle Download-Seite der PIX-on-Windows-Reihe bereit.
Aktualisierte Plugins für AMD- und NVIDIA-GPUs
Im Mittelpunkt der Version 2308.30 stehen zwei aktualisierte Hardware-Plugins. Das Plugin für AMD-Hardware unterstützt nach Angaben von Microsoft neue AMD-Geräte. Zusätzlich ergänzt es die Unterstützung für High-Frequency-Counter-Graphen auf GPUs der Radeon-RX-7000-Serie. Diese hochfrequenten Zähler liefern feiner aufgelöste Messdaten über das Verhalten der GPU und sind für die detaillierte Analyse von Performance-Engpässen in Grafikanwendungen relevant.
Parallel dazu erhält das Plugin für NVIDIA-Hardware ein Update, das die Unterstützung für neue NVIDIA-Geräte einführt. Beide Module erweitern die Bandbreite der von PIX erfassbaren GPU-Hardware, ohne dass weitergehende Detailänderungen am Funktionsumfang dokumentiert sind. Die Plugin-Pflege bildet einen wiederkehrenden Bestandteil der PIX-Releases, da sich die unterstützte Hardware kontinuierlich verbreitert.
Fehlerkorrekturen bei GPU- und Timing-Captures
Bei den GPU-Captures behebt die Version einen potenziellen Absturz zum Zeitpunkt der Aufzeichnung, der durch eine Race-Condition zwischen der Erfassung des Descriptor Heap und der Zerstörung von Ressourcen ausgelöst werden konnte. Ein weiterer Fix adressiert einen möglichen Deadlock während des Capture-Vorgangs. Im Bereich der Timing-Captures korrigiert Microsoft unsichtbare VSYNC-Marker sowie mehrere potenzielle Abstürze.
Ergänzend protokolliert PIX künftig zusätzliche Informationen zu Betriebssystem- und Treiberversion im PIX-Output-Log, um die Fehlersuche zu vereinfachen. Diese Erweiterung der Diagnoseausgabe richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, die Probleme reproduzierbar an Microsoft melden. Wie spezialisierte Debugging-Tools für Spieleentwickler setzt PIX dabei auf möglichst aussagekräftige Telemetrie. Die Version 2308.30 von PIX on Windows steht zum Bezug über die offizielle Download-Seite der Reihe bereit.
