Game-Industry-Layoffs 2024: Branchentracker zählt rund 14.600 gestrichene Stellen

Für die Spielebranche endete 2024 mit einem der härtesten Stellenabbauten ihrer Geschichte. Der Tracker Video Game Layoffs, den Technical Artist Farhan Noor pflegt und der seine Daten aus der Community zusammenträgt, verzeichnete für 2024 rund 14.600 gestrichene Stellen in der internationalen Games-Industrie. Das liegt klar über den Vorjahren und ist bereits die dritte Phase in Folge, in der die Branche im großen Stil Personal abbaut.

Die Vergleichszahlen des Trackers helfen beim Einordnen: 2022 wurden etwa 8.500 betroffene Beschäftigte erfasst, 2023 rund 10.500. Der Sprung auf rund 14.600 im Jahr 2024 bedeutet ein Plus von fast 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erfasst werden nur öffentlich bestätigte Entlassungen, und die Liste wächst laufend weiter. Die reale Zahl liegt deshalb wohl höher als das, was dokumentiert ist.

Wie der Tracker zählt und was die Zahl wert ist

Eine Stellenstreichung landet erst dann im Tracker, wenn sie durch eine Unternehmensmitteilung, eine Pflichtveröffentlichung oder einen belastbaren Medienbericht belegt ist. Das führt zwangsläufig dazu, dass einiges durchrutscht. Nicht jeder Personalabbau wird öffentlich gemeldet, und kleinere Studios machen oft ganz ohne formelle Ankündigung dicht. Die rund 14.600 sind also eher eine vorsichtige Untergrenze. Branchenanalysten weisen außerdem darauf hin, dass eine reine Stellenzahl die strukturellen Folgen nur halb abbildet, etwa geschlossene Studios, abgebrochene Projekte und den Verlust eingespielter Spezialteams.

Warum die Branche im großen Stil Stellen streicht

Hinter der Entwicklung stehen mehrere Faktoren. Das pandemiebedingte Wachstum ist ausgelaufen, Kapital ist teurer geworden, und nach den großen Übernahmen der Vorjahre folgte eine Konsolidierung. Publisher und Plattformbetreiber haben ihre Portfolios gestrafft, Projekte verschoben oder gestoppt und parallel Personal abgebaut. Über drei Jahre summiert sich der erfasste Abbau seit 2022 auf mehr als 33.000 Stellen. Das zeigt, dass hier kein Einzelfall vorliegt, sondern eine fortlaufende Anpassung der Kostenstrukturen in einer Branche, die nach Jahren des schnellen Wachstums plötzlich deutlich strenger rechnen muss.

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